Der Drilling Simulator soll auf das Gelände des ehemaligen Martahofs

CELLE. Von herausragender Bedeutung für Celle ist der Einsatz eines Drilling Simulators für die Erforschung des geologischen Untergrundes. Der Drilling Simulator wird eine Einrichtung der TU Clausthal sein, soll aber auch anderen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen, insbesondere auch der Bohrmeisterschule und den überwiegend mittelständischen Unternehmen der Region Celle offenstehen. 

Auf dem Gelände des ehemaligen Martahofes in unmittelbarer Nachbarschaft der Firma Baker Hughes soll ein Forschungszentrum entstehen, in dem neuartige Bohrtechniken experimentell untersucht werden sollen. Schon jetzt ist erkennbar, dass dabei ein „weites Feld“ zu bearbeiten ist. Die Nutzung des Untergrundes für Wasser-, Erdöl- und Erdgasgewinnung, die Speicherung von Gasen sowie für geothermische Nutzungen wird weiter zunehmen. Diese neuen und intensivierten Nutzungen stellen Anforderungen an Bohrtechnik, Bohrungsherstellungen, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Umweltschutz, die heute noch nicht in jeder Hinsicht gelöst sind. Entsprechende Hemmnisse müssen durch marktgerechte Lösungen reduziert werden. 

Während die Investitionskosten für das Forschungszentrum werden im Wesentlichen durch Geldmittel aus der EFRE-Förderung, dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der TU Clausthal beigesteuert werden, ist die Stadt Celle bereit als Anteil zur Finanzierung ein geeignetes Grundstück kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Dafür bietet sich das derzeit ungenutzte Gelände des ehemaligen Martahofes an. 

Celle sieht sich mit der Etablierung des Forschungszentrums als Standort für deutsche und europäische Bohr- und Serviceindustrie gestärkt und belegt nachhaltig die ortsansässige Forschungs- und Entwicklungskompetenz in Anwendungsfeldern der Nutzung von Erdöl, Erdgas und Erdwärme. Durch die Aktivitäten der Einrichtung werden bedeutsame Impulse für eine noch effizientere Erschließung des unterirdischen Raumes und seiner Energieträger erwartet. Außerdem werden sieben Dauerarbeitsplätzen geschaffen und weitere temporäre. Durch eine Kooperation des Forschungszentrums Drilling Simulator mit der Deutschen Bohrmeisterschule und dem GeoEnergy e.V. wird Celle auch als Ausbildungsstandort eine maßgebliche Stärkung erfahren. Neben der Weiterentwicklung bestehender Ausbildungsangebote sind auch praxisorientierte Weiterbildungsmaßnahmen im akademischen Bereich vorstellbar. 

Wie Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende betont, werde die Stadt alles unternehmen, um den Trainingssimulator zu bekommen. Dies sei auch für den Verein GeoEnergy von Bedeutung, der derzeit ca. 30 Mitglieder hat; täglich gebe es Nachfragen weiterer Interessenten. Angestrebt werde der Beginn der Einrichtung noch in diesem Jahr. „Damit die Partner erkennen können, dass wir es ernst meinen“, so der Oberbürgermeister. Der finanzielle Beitrag der Stadt Celle stellt sich in EURO wie folgt dar: 180.000 für die Bereitstellung des Grundstücks plus 225.000 für die Zuwegung und Erschließung. 

Redaktion
Celler Presse 

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