Abfallumschlag- und behandlungsanlage eingeweiht

CELLE. Mit einem Jahr Verspätung wurde das 4,1 Millionen € schwere Objekt fertig gestellt. Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende übergab am heutigen Nachmittag die neue Anlage an den künftigen Nutzer Veolia, der an diesem Standort künftig seine Niederlassung Celle betreiben wird. 

Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende – in seiner Rolle als Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abfallwirtschaft – erinnerte an das Zustandekommen des Neubaus. Veolia hatte zunächst geplant, dieses Projekt auf einem konzerneigenen Grundstück am Bleckenweg zu realisieren. Das stieß auf wenig Gegenliebe bei Bürgern und dem Ortsrat. So wurde nach einer Alternative gesucht. Mende: „Ich erinnere mich noch sehr gut an den Tag an dem Herr Landrat Wiswe und mir vom Geschäftsführer des Zweckverbandes die Lösung vorgestellt wurde.“ 

Im März 2009 wurde entschieden, das Vorhaben in direkter Nachbarschaft zum Betriebsgelände des Zweckverbandes zu realisieren. Grundstückskauf mit teils schwierigen Verhandlungen, Änderung des Flächennutzungsplanes, Aufstellung des Bebauungsplanes, Bauplan, Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsgesetz, Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauausführung mussten teilweise parallel vorangetrieben werden, um den knappen Zeitrahmen einzuhalten. Trotz der notwendigen Verlagerung des Bauvorhabens ist nur eine Zeitverzögerung von einem Jahr eingetreten. 

Mende: „Sie alle haben bewiesen, dass öffentliche Bauvorhaben schnell und vor allem auch kostengünstig realisiert werden können. Nur knapp über zwei Jahre von Wald und Acker – man bedenke, auch der Grunderwerb musste erfolgen – zur betriebsfertigen Anlage und dies bei Einhaltung des kalkulierten Gesamtkostenrahmens von 4,1 Millionen €, das ist schon eine reife Leistung.“ 

Jens Ohde von Veolia wies darauf hin, dass das Unternehmen mit allen Vorläufern bereits seit Mitte der 80er Jahre in Celle aktiv ist. Nun sei die Zusammenarbeit sehr konstruktiv mit einem guten Ergebnis für alle Seiten zur Verwirklichung des Projekts verlaufen, ein positives Beispiel für eine Kooperation zwischen der öffentlichen Hand und einem privaten Betreiber. 

Bauherr für die gesamte Anlage ist der Zweckverband Abfallwirtschaft Celle und der Betreiber ist Veolia Umweltservice als Mieter von Teilflächen der Anlage. Die Abfallumschlag- und -behandlungsanlage mit 2.250 qm ist für eine genehmigte Umschlagmenge von 50.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Davon werden vom Zweckverband allein 30.000 Tonnen beigesteuert. 20.000 Tonnen soll Veolia aus gewerblichem Abfall einbringen. Auf dem Betriebsgelände gibt es einen weiteren offenen und überdachten Lagerplatz als Zwischenlager für nicht gefährliche Abfälle wie Metall und Altholz. Bei Veolia werden 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Betrieb am Laufen halten. 

Für Anlieferer von Abfällen ändert sich nichts. Sie steuern nach wie vor den vertrauten Bereich an und entsorgen nach wie vor in den bereit stehenden Containern. 

Redaktion
Celler Presse 

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