1800 Schüler feiern vor historischer Kulisse

CELLE. Die Schule ist vorbei und die Ferien Sommerferien beginnen. Das ist der Stichtag für die große Schlossbergfete der Schüler. Gemeinsam strömten die Massen aus der Stadt, dem Landkreis und sogar darüber hinaus zum Celler Schloss. Dank frühzeitig ausgesprochener Glasflaschen- und Alkohol-Verbote hatten sich die Jugendlichen gut vorbereitet. Der Sicherheitsdienst an den Eingängen setzte die Einhaltung der Verbote um, und die Helfer rund um die Veranstaltung zeigten Präsenz – gingen aber moderat und zurückhaltend vor. 

Alljährlich treffen sich die Schüler aus Stadt und dem Landkreis Celle und feiern den letzten Schultag und die somit beginnenden Sommerferien. So kamen rund 1800 Schüler zusammen und genossen den sommerlichen Tag am Schloss. An den Eingängen zur Schloss-Insel kontrollierte der Sicherheitsdienst Rucksäcke und Taschen nach Glasflaschen und Hochprozentigem. Auch das Präventionsteam der Polizei Celle hatte hilfreiche Tipps für die Jugendlichen. So verteilte Karsten Wiechmann, Oberkommissar der Polizei Celle, Hinweiskarten an die jungen Leute. Wiechmann war von der positiven Resonanz zu diesem Thema überrascht und sichtlich erfreut. 

Die Polizei Celle hatte auch die Leitung bei dieser Fete. Die ca. acht Celler Beamten hatten aber noch Unterstützung von der Zentralen Polizeidirektion (Bereitschaftspolizei) aus Hannover bekommen. Diese 30 Beamten kümmerten sich um die Sicherheit während der Versammlung und hatte auch ein wachsames Auge auf das Geländer drumherum. Vier berittene Polizisten von der Polizeidirektion Hannover ergänzten obendrein die Sicherheitskräfte vor Ort. Gemeinsam wurde in moderater Vorgehensweise stets das Gespräch gesucht, um in jedem Fall deeskalierend zu wirken. 

Dank einer guten Planung der Stadt Celle und der tatkräftigen Unterstützung des Sicherheitsdienstes waren die ersten wichtigen Schritte für eine friedliche Fete getan. Die rückläufigen Zahlen der Auseinandersetzungen und Verletzungen bestätigen diese Arbeit, berichtet Stadtrat Stephan Kassel. Kassel besuchte die Versammlung um sich selbst ein Bild zu machen. Außerdem schloss sich Kassel mit Ulrich Siegmann kurz. Siegmann und sein Team aus sozialpädagogischen Mitarbeitern aus Stadt, Landkreis und freien Trägern mischten sich unter die Feiernden. Die freiwillig an diesem Tag tätigen Mitarbeiter sprachen gezielt Randgruppen an und versuchten Konfliktsituationen schnell zu klären. 

Für eine traditionelle Abkühlung für die bis in die Mittagsstunden Sonnenverwöhnten sorgte der Wurf in den Schlossgraben. Diese doch recht spontane Abwechslung wurde von den meisten jedoch dankend entgegen genommen. Hierbei wurden den Strampelnden sogar noch vorher die Schuhe ausgezogen und Mobilfunkgeräte in Sicherheit gebracht. Eine wirklich fürsorgliche Geste untereinander, die es zu früheren Zeit so noch nicht gab. 

Sollte ein Schüler dennoch etwas verloren haben, dann kann er die „Lost & Found-Sachen“ am Donnerstag bei der Stadt Celle wieder abholen. 

Eine Alternative zu der um 11:00 Uhr so langsam beginnenden Fete waren die Sondervorführungen in den Kammer-Lichtspielen. Insgesamt wurden dort unter dem Motto „SCHOOL´S OUT“ sechs aktuelle Filme zu vergünstigten Preisen angeboten. Bereits zum zweiten Mal öffneten die Kammer-Lichtspiele parallel zur Schlossbergfete die Tore und sind über die Resonanz sehr zufrieden. Das Angebot wurde heute von etwa 300 Besuchern angenommen. 

Besorgnis erregte eine Veröffentlichung der Fete im Online-Portal Facebook. Nach bekanntlich schlechten Erfahrungen im gesamten Bundesgebiet von Massenversammlungen nach solchen Veröffentlichungen war bei den Sicherheitskräften banges Warten angesagt. Zusätzliche Kräfte der Bundespolizei am Celler Bahnhof konnten die Lage der zuströmenden Fremd-Feierer schon frühzeitig einschätzen. 

Nach den in den vergangenen Jahren um 17:00 Uhr durchgeführten Platzräumungen durch die Polizei, hatte das Wetter in diesem Jahr die Schüler von alleine vertrieben. Eine Schlechtwetterfront mit einem leichten Gewitter löste die Feier auf. 

Redaktion
Celler Presse

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