Jungforscher präsentieren ihre Projekte am 18./19. Februar in Celle

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CELLE. Unter dem Motto „Verwirkliche Deine Idee“ startet Jugend forscht bundesweit in die 49. Runde. Mit über 12.000 Anmeldungen verzeichnet der Wettbewerb eine neue Höchstmarke. Auf regionaler Ebene findet der Wettbewerb in Celle zum 15. Mal statt. In der Alten Exerzierhalle präsentieren am 18. / 19. Februar 89 Schüler aus Celle und Umgebung insgesamt 46 Projekte. Besucher sind herzlich eingeladen, die Veranstaltung zu besuchen und mehr über die interessanten aber auch spektakulären Projekte der Schüler zu erfahren.

Hunger auf mehr
Schon zum 15. Mal präsentiert die SVO Vertrieb als Pate den Jugend forscht Wettbewerb in Celle. Jugendliche entwickeln Projekte und stellen diese im Rahmen des Wettbewerbs vor. Diese verwirklichte Idee findet eine ideale Plattform. In den beiden Kategorien „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ treten die Teilnehmer in drei verschiedenen Gruppenstärken an: einzeln, zu zweit oder als Dreiergruppe, erläutert der SVO Pressesprecher Andreas Gerow.

Dr. Barbara Peters, Wettbewerbsleiterin und Lehrerin am KAV, hob die Bereitschaft der Betreuungslehrer hervor. Jörn Redeker, Dennis Köster und die Referendarin Sabrina Müller haben sich auch bis in den privaten Bereich hinein für die Projekte der Schüler engagiert. Der rege Zuwachs der Jungforscher sei auch in Celle zu verzeichnen. Die Jugendlichen seien hochmotiviert, was einen abwechslungsreichen Wettbewerb verspricht. Dr. Peters lädt alle interessierten Besucher herzlich ein, sich die Arbeiten der Schüler am 18. / 19. Februar in der Alten Exerzierhalle anzuschauen.

Die 46 Projekte kommen aus den Fachbereichen:

Fachbereich Jugend forscht Schüler experimentieren
Arbeitswelt 4 3
Biologie 5 7
Chemie 2 6
Mathe/Informatik 3 2
Physik 3 5
Technik 5 1

Stellvertretend für die insgesamt 89 Schülern aus dem Gymnasium Ernestium, Hölty-Gymnasium, Christian-Gymnasium Hermanngsburg und weiteren Schulen aus Wolfsburg, Ritterhude, Bad Bederkesa, Otterndorf, Soltau, Dannenberg, Lüchow, Werlte und von der Leibniz Universität Hannover gewährten die Jungforscher aus dem Hermann-Billung-Gymnasium heuten einen Einblick in ihre Forschungsarbeiten.

23 Schülerinnen und Schüler haben sich in sechs Gruppen am Hermann-Billung-Gymnasium (HBG) den Naturwissenschaften gewidmet. Elf von ihnen nehmen am diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ bzw. „Jugend experimentiert“ teil. Der stellvertretende Schulleiter Robert Baberske findet das Engagement der Schülerinnen und Schüler als eine besondere Art des Lernens – auch über den Unterricht hinaus. Es sei wichtig, so Baberske, dass die Schüler auch Fragen haben. Die AG Leiter seien in der Vorbereitungszeit Lern- und Ansprechpartner gewesen und garantierten, ein offenes Lernen. Die Schülerinnen und Schüler sind Botschafter des HBGs, betonte Baberske und überreichte als Erkennungszeichen seinen Schülern eine HBG Anstecknadel.

Sofia Zehme
Arbeitswelt
Lichtverteilung in Klassenzimmern

In meinem Projekt untersuche ich, wie groß die Lichtverteilung an unterschiedlichen Stellen in verschiedenen Klassenzimmern ist. Ich habe die Lichtstärke mit einem Luxmeter aus der Sicht der Schüler gemessen. Alle Räume habe ich dazu voll beleuchtet und mir ganz besondere Stellen ausgesucht, an denen ich gemessen habe. Ich habe auch darauf geachtet, ob das Wetter zur Messung eine Rolle gespielt hat. So konnte ich die Schwachpunkte feststellen, wo es in den Klassenräumen dunkler war. Da ich sowohl Räume aus dem Alt- und Neubau untersucht habe, gab es auch auffällig unterschiedliche Ergebnisse.

 

Lisa Kaschytza
Biologie
Identifizierung von Hautbakterien

Nachdem ich im Unterricht erfahren hatte, dass sich überall auf der menschlichen Haut Bakterien befinden, stellte ich mir folgende Fragen:

1. Welche Bakterien befinden sich auf der Haut?
2. Lassen sich die Bakterien identifizieren?
3. Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Hautregionen des Körpers?

Es stellte sich bald heraus, dass die genaue Identifizierung von Bakterien sehr zeitaufwändig und auch sehr teuer ist. Trotzdem fand ich drei Testmethoden (Katalase-Test, Oxidase-Test und die Gram-Färbung), die in der Schule durchführbar sind und mit deren Hilfe ich die entnommenen Bakterien wenigstens annähernd bestimmen kann. Mithilfe von sterilen Stäbchen habe ich Abstriche von meiner Haut gemacht und die Bakterien auf Nähraggar überführt. Nach einer Kultivierung wurden die Testmethoden durchgeführt. Nachdem die auffälligsten Bakterienkolonien eingruppiert wurden, möchte ich jetzt noch untersuchen, ob es Unterschiede zwischen den einzelnen Hautregionen gibt.

Finn Jorit Müller
Jannik Heintel
Biologie
Können Wasser- pflanzen die Schwermetall- belastung von Gewässern verringern?

In unserem Projekt wollen wir herausfinden, ob durch Einsatz der kleinen Wasserlinse, die Konzentration an Schwermetallen im Wasser abnimmt. Viele Schwermetalle sind für den menschlichen Organismus gesundheits-schädlich oder giftig, da sie nicht abgebaut werden können. Sie werden meist über die Nahrungskette aufgenommen und gelangen so in den menschlichen Körper. Als Messmethode haben wir uns für die Photo-metrie entschieden. Nach sorgfältiger Filtrierung der Wasserproben erhoffen wir uns, dass wir mit dieser Methode recht genaue Werte zur Schwermetallkonzentration im Wasser messen können.

Niklas Müller
Hambrock Maven
Luca Knoop
Biologie
Was verhindert die Vermehrung von Fruchtfliegen

Fruchtfliegen verhindert wird. Dazu haben wir zu Hause Fruchtfliegen gesammelt und sie in der Schule in Glasgefäßen gezüchtet. Anschließend haben wir kleine Plastikbehälter mit einem selbst hergestellten Festmedium versehen und jeweils 10 Fruchtfliegen in die Behälter getan. Dazu haben wir unsere Testsubstanzen wie Essig, Zitronensäure, Brennspiritus, Silbernitratlösung u.v.m gegeben. Nach einer Woche wurde die Anzahl der noch lebenden Fliegen ausgezählt und eine Woche später wurde nochmals die Fliegenanzahl und zusätzlich die Anzahl der Puppen ermittelt. Wir hoffen, dass wir anhand der Ergebnisse Empfehlungen aussprechen können, wie die Fruchtfliegenplage im Mülleimer gestoppt werden kann.

Max Kaschytza
Luca Riebesell
Physik
Fallschirme unter die Lupe genommen

Zunächst haben wir verschiedene Formen von Fallschirmen, die alle den gleichen Flächeninhalt hatten, aus Plastiktüten ausgeschnitten und ein Gewicht angehängt. Wir haben die Fallzeiten gestoppt und verglichen und haben dabei eine für uns beste Form herausgefunden. Als nächstes haben wir verschiedene Größen dieser besten Form untersucht und zusätzlich die Länge der Bänder des Fallschirms verändert. Daraus haben wir das beste Verhältnis von Größe und Bandlänge bestimmt. Zum Schluss haben wir noch den Flug des Fallschirms mit einem Videoanalyseprogramm untersucht.

 

Malte Klimbr
Paul Teicher
Physik
Flasche + Wasser = Auskippen

In unserem Projekt untersuchen wir, wie man Flaschen am schnellsten auskippen kann. Um das herauszufinden verwenden wir verschieden große Flaschen und stoppen die Zeit, wie lange eine bestimmte Wassermenge braucht, um ausgekippt zu werden. Außerdem haben wir einzelne Flaschen genauer untersucht, indem wir sie mit unterschiedlichen Wassermengen gefüllt und dann ausgekippt haben. Wir haben besonders darauf geachtet, dass wir immer den gleichen Auskippmodus benutzen. Manchmal konnten wir in der Flasche einen Wirbel beobachten. Vielleicht finden wir auch heraus, wie dieser entsteht.

 

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb
Die Gewinner jedes Fachbereichs „Jugend forscht“ nehmen am Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld vom 11. Bis 13. März 2014 teil. In der Kategorie „Schüler experimentieren“, dürfen die Sieger beim Landeswettbewerb in Oldenburg vom 24. Bis 26. März starten.

Alle Sieger des Landeswettbewerbs erwerben die Teilnahmeberechtigung beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht vom 29. Mai bis 01. Juni in Künzelsau und dürfen dort ihre Forschungsergebnisse präsentieren.

Regionalwettbewerb in Celle am 18. / 19. Februar
Alte Exerzierhalle, Am Französischen Garten 1, 29221 Celle
Dienstag, 18. Februar von 15.00 bis 17.00 Uhr und
Mittwoch, 19. Februar von 9.30 bis 13.30 Uhr

Redaktion
Celler Presse





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