Gewaltprävention an der Grundschule Heese-Süd mit Viertklässlern

CELLE. Seit 2009 stellt die Sparda-Bank Hannover-Stiftung jährlich mehr als 70.000,- Euro für Gewaltfrei Lernen in Niedersachsen, Bremen und Ostwestfalen-Lippe zur Verfügung. Bisher profitierten neben der Celler Grundschule Heese-Süd – die allein nahezu 4.300,- Euro von der Stiftung erhielt – mehr als 80 weitere Schulen aus dem Geschäftsgebiet der Genossenschaftsbank von dieser Förderung. Auch in diesem Jahr wird die bewegungsreiche Konfliktschulung an 20 Schulen im Geschäftsgebiet der Bank durchgeführt.

Weitere Förderer des Projekts in Celle sind der Capito e.V. und das Referat Integration der Stadt Celle. Oliver Henneke – Gründer und Vorstand des Fördervereins Gewaltfrei Lernen e.V. – stellte heute zusammen mit Tonja Willers, Geschäftsstellenleiterin der SparDa-Bank Hannover in Celle und Schulleitern Nina Ackermann Projekt und Anliegen vor. „Kinder sollen lernen ‚nein’ zu sagen“, erläutert Oliver Henneke, der auch das Praxistraining mit den Kindern durchführt. Es müsse das Bewusstsein geschaffen werden, dass Streit nicht eskalieren darf. Kinder sollen sich zwar bei Bedrängnis wehren, die Abwehr dürfe aber nicht wehtun. Darum werde abwehrende Körperhaltung gelehrt, ein bestimmender Blickkontakt; es dürfe nicht gelacht werden und schon gar nicht ausgerastet werden. Es müsse eine deutliche und selbstbewusste Aufforderung zum Unterlassen der Attacke erfolgen. Durch das Projekt, so Henneke, sollen neben den Kindern auch die Lehrer und Eltern für das Thema sensibilisiert werden.

Nina Ackermann hat das Projekt an die Schule geholt, damit die Kinder lernen, Probleme konfliktfrei zu lösen. Es könne jetzt schon festgestellt werden, dass sich an der Schule etwas bewegt. Man merke, dass die Kinder innerlich wachsen und Selbstvertrauen gewinnen.

Und das Selbstvertrauen demonstrierten die Kinder der vierten Klasse eindrucksvoll anschließend unter der Anleitung von Oliver Henneke.

Bildung ist das Kapital der Kinder
Wenn Gewalt und Ausgrenzung in den Klassen und auf den Schulhöfen das Lernklima belasten, dann ist Bildung kaum noch möglich. Und für die Kinder werden Verhaltensmuster selbstverständlich, die weitere Aggressionen provozieren. Verbale Provokation und körperliche Gewalt enden in einer Spirale der Hilflosigkeit. Das Konzept von Gewaltfrei Lernen durchbricht diese Spirale. „Wir leben in einer Bildungsgesellschaft und eine gute Schulbildung ist das Kapital für unsere Kinder. Daher ist es wichtig, eine Lernatmosphäre zu schaffen, in der das möglich ist. Das Konzept von Gewaltfrei Lernen hat uns überzeugt und daher unterstützen wir diese Initiative gerne“, erläutert Tania Rubenis, Stiftungsmanagerin der Sparda-Bank Hannover-Stiftung, das Engagement.

„Mit der Spende unserer Stiftung möchten wir Schulen in Celle und Umgebung in ihrem Bemühen um ein besseres Miteinander unterstützen“, erklärt Tonja Willers. „Gerade angesichts der überall zunehmenden Gewaltbereitschaft ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen beizubringen, wie sie Konflikte ohne Gewalt lösen können.“ Insgesamt hat die SparDa-Bank 400.000 Euro für eine gezielte Verbesserung des Lernklimas an den Schulen bisher investiert.

Gewaltfrei Lernen wurde in vielen Jahren praktischer Tätigkeit an zahlreichen Kölner Schulen entwickelt. Das bewegungsreiche Konzept wurde mit Hilfe der Deutschen Sporthochschule evaluiert und mittlerweile auch in einem Fachbuch für Pädagogen, Schulsozialarbeiter, Erzieher, und interessierte Eltern, das im Mai bei Beltz erschien veranschaulicht.
Kein Wunder, das neben vielen anderen bildungspolitischen Verwaltungsbehörden auch das Niedersächsische Kultusministerium sowie die Landesschulbehörde die Arbeit des Vereins Gewaltfrei Lernen e.V. befürworten.

PR/Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler Presse

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