Tag der offeneren Tür der Hauptwache

CELLE. Wieder einmal überzeugte der Tag der offeneren Tür der Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Celle. Bei strahlendem Sonnenschein besuchten viele Interessierte das Gelände am Herzog-Ernst-Ring. Ein Rundgang mit der ganzen Familie bereitete gerade den Kleinen viel Freude. Hier konnten sie in die Fahrzeuge einsteigen und haben auf dem ganzen Gelände viel gelernt.

Vom Turm bis zu den Hallen, fast alles stand am Samstag den Besuchern offen. Im Gebäude kümmerte sich zum Beispiel Jörg Diekmann um die Brandschutzerziehung, was die kleinen aber auch großen Zuschauer beeindruckte. Doch neben den entstehenden Gefahren im Alltag, flanierten die Besucher durch die Gänge und blickten hinter die Kulissen.

Die freiwilligen Helfer der Wache standen immer für Rat und Tat zur Seite und präsentierten voller Stolz die Räumlichkeiten und die Ausrüstung. So erfuhren die Besucher vom Wasser, zu Lande bis in die Luft mehr über das breite Spektrum der Celler Feuerwehr. So ist zum Beispiel die 18-Mann starke Tauchergruppe eine der ältesten in Niedersachsen. Mit der Gründung vor 40 Jahren wird sie altersmäßig nur noch von der Burgdorfer Wehr mit 50 Jahren geschlagen. Diese Feuerwehrleute nehmen am ganz normalen Dienst teil. Mit der zweieinhalb Jahre dauernden Zusatzausbildung zum Feuerwehrtaucher bilden die aus den 9 Celler Wehren eine schlagkräftige Spezialeinheit in der Wasserrettung.

Ganz am Boden ist Carsten Harfst vom Celler Chemie- und Strahlenschutzzug geblieben. Mutig demonstrierte er den staunenden Besuchern den Chemikalien-Schutz-Anzug (CAS). Gleich zwei Feuerwehrkammeraden mussten ihm beim Einkleiden mit dem Übungsanzug helfen. Hermetisch durch den Anzug von der Außenwelt abgeriegelt, versorgt sich Harfst mit dem Atemschutzgerät und der Maske autark. Bei den warmen Temperaturen ein nicht leichter Job, unterstrich Zugführer Harald Gittke. Im Einsatz arbeiten immer zwei Einsatzkräfte zusammen, weitere stehen als Rettungsteam zur Verfügung. Die Sicherheit muss immer gegeben sein, da das Anlegen des Schutzanzuges viel Zeit in Anspruch nimmt, Gittke. Außerdem müsse das Duo alle 15 – 20 Minuten ausgetauscht werden. Die Arbeit in dem CAS Anzug ist selbst für einen durchtrainierten Feuerwehrmann sehr anstrengend, aber wichtig. So könne man schnell Einsatzlagen im Celler Raum anfahren und effektiv bekämpfen.

Die Höhenretter, die markant am Turm der Hauptwache- von weitem sichtbar hangelten -, unterstützen die Celler Feuerwehrkammeraden aus dem Umkreis. Wagemutig stürzen sich die Männer und Frauen für den Außenstehenden in die Tiefe, doch ihre Arbeit machen sie sehr sorgsam und mit Bedacht.

Bei schönem Wetter bot die Verkehrswacht einen Überschlagssimulator und gab Ratschläge, wie man sich auf einem umgekippten Fahrzeug befreit. Das Deutsche Rote Kreuz war ebenfalls vertreten und gab auch Einblick in ihre Arbeit. Die Besucher erfuhren auch hier, wie ein Einsatzfahrzeug ausgestattet ist und welche Arbeit die Sanitäter verrichten.

Die Arbeit der Feuerwehr ist vielfältig und wichtig, die Besucher konnten sich davon am Samstag überzeugen, Fragen stellen und viele Dinge auch selbst ausprobieren. Ein runder Familientag mit einem vielseitigen Programm.

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Celler Presse

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