Mit Erdwärme steigende Energiekosten vermeiden

CELLE. Die Inbetriebnahme der Versorgung der Wohnblöcke Nr. 65 und 67 in der Witzlebenstraße mit Erdwärme für Heizung und Warmwasser stieß auf großes Interesse bei Anwohnern und Medien. Es war nur ein Knopfdruck, den Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende vornahm, um ein neues Wärmeerzeugungszeitalter in diesen Wohnhäusern einzuläuten. Die Mieter sollen profitieren – steigende Energiekosten adé – Flatrate heißt das Zauberwort.

Dieser Kostensicherheit für den Mieter liegt das „Trautsch-Modell“ zugrunde. Langfristig werden Wohnungsenergiekosten garantiert, da die Versorgung dank der Erdwärme direkt am Objekt vollständig von der Preisentwicklung bei Gas und Öl entkoppelt wird. „Wenn wir den Umschwung in Deutschland machen wollen, dann ist das nicht eine Frage von Strom sondern eine Frage von Wärme“, stellte bei der Inbetriebnahme Christoph F. Trautsch von der Deutschen Geothermischen Immobilien AG (DGI) fest.

„Wir sind auf dem richtigen Weg, bundesweit, niedersachsenweit und insgesamt in Celle“, so OB Mende. Er fühle sich wohl mit dem Konzept von Christoph F. Trautsch mit der Sicherheit der Nebenkosten, die mit dieser Technologie konstant bleiben. Wenn das gelingt, dann sei für die Mieter und die Umwelt ein Meilenstein gesetzt. Mende begrüßte außerdem, dass mit dem Einbau der geothermischen Energieversorgung gleichzeitig umfassende Renovierungsarbeiten, u.a. die Außenisolierung der Gebäude, vorgenommen wurde. Mende: „Als ‚Stadt mit Energie’ haben wir uns zum besonderen Ziel gesetzt, Geothermie zu fördern. Ich freue mich, dass das größte bodennahe Geothermie-Projekt Deutschlands hier bei uns in Celle ins Werk gesetzt wurde.“

„Man hört, dass man eigentlich sehr wenig hört“, war aus dem Umfeld zu hören. Der Betrieb der Anlage entpuppte sich als sehr geräuscharm. Wie Christoph F. Trautsch nach dem „Knopfdruck“ erläuterte, haben 99 % der Bestandsmieter die Zusatzvereinbarung unterzeichnet. Entscheidend sei die Sicherheit für den Mieter, quasi die Versicherung für eine Flatrate, somit wisse der Mieter was er zu bezahlen habe für Heizung und Warmwasser; solange er in der Wohnung wohnt, bleiben die Kosten gleich. Es werde keine Nachzahlungen geben.

Insgesamt wird nach dem Erwerb und dem Ende der Renovierungs- und Ausbaumaßnahmen ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 25 Millionen EURO in Deutschlands größtes bodennahes Erdwärmeprojekt geflossen sein. Mit einer Strecke von ca. 30 Kilometern Sondenfläche wird die umweltfreundliche Erdwärme eine Nettowohnfläche von 26.000 qm und 382 Wohnungen mit Energie versorgen und die Erdwärme an das zentrale Versorgungssystem weiterleiten. Durch den Ausbau der Dachgeschosse entstehen weitere 127 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 4.600 qm. Somit gibt es 509 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 30.600 qm nach KfW Energiestandard.

Im Celler Stadtteil Klein Hehlen sowie in Rotenburg profitieren etwa 1.250 Personen langfristig von den garantierten Wohnungsenergiekosten.

Redaktion
Celler Presse

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