Fraueninfobörse: Großes Interesse für Wiedereinstieg in den Beruf

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CELLE. Auftakt nach Maß. Bereits vor Öffnung der Infobörse standen die ersten Interessentinnen erwartungsvoll vor der Tür des Kreistagssaals. Erstmals fand die Veranstaltung als gemeinsames Projekt von der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises statt . Dem Motto „Brücken bauen-Unterstützerinnen zusammenführen-Angebote zugänglich machen“ stieß auf großes Interesse bei den zahlreichen Besucherinnen.

An 32 Ständen wurden umfassende Informationen von Vereinen, Institutionen und Firmen angeboten, die auf vielfältige Weise auf den Wiedereinstieg von Frauen in das Berufsleben zielten. Wie Landrat Klaus Wiswe in seiner Begrüßungsrede erläuterte, gehe es um Information, Beratung, Aufzeigen von Wegen und darum, Brücken zu bauen. Vor allen Dingen müssten die Angebote allen zugänglich gemacht werden. Wiswe: „Die Schwerpunkte der Börse sind die Qualifizierung, die Weiterbildung, der Wiedereinstieg in den Beruf, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch die Gründung eigenständiger Existenzen.

Es sei wichtig, so Wiswe, Frauen für die Erwerbstätigkeit zu gewinnen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und weiblicher Altersarmut entgegen zu wirken. Ziel sei es auch, Frauen zu ermuntern in die Erwerbstätigkeit einzutreten und das müsse problemlos geschehen. „Wir haben einen Fachkräftemangel, und das merken wir auch im Landkreis Celle. Die Bewerbungen für freie Stellen gehen deutlich zurück. Wir haben hervorragend ausgebildete Frauen und wäre schade, wenn die nicht den Mut hätten, in das Erwerbsleben zurückzukehren. Das wäre eine verschenkte Qualifikation“, stellte Landrat Klaus Wiswe fest.

Während an den Ständen angeregt diskutiert und ausgelotet wurde, welcher Weg der richtige zurück ins Berufsleben ist, fanden parallel Vorträge statt, an denen teilweise 60 Personen teilnahmen, weil dort elementare Problemlösungen zu der Lebenssituation der Frauen aufgezeigt wurden. Themen wie: „Sicher auftreten – überzeugend wirken, erfolgreich im Bewerbungsgespräch“, „Beratung bei der Suche nach einer Kinderbetreuungsmöglichkeit“, „Gesundheit als Wettbewerbsvorteil“, „Fit für Kind und Kegel“ und „Existenzgründung als berufliche Alternative“ trafen das Interesse der Besucherinnen. So auch die „Erste Hilfe“ für die Bewerbungsmappe mit Tipps und Anregungen.

Großer Andrang herrschte beim Stand des Jobcenters. Dort waren an Stellwänden zahlreiche Stellenangebote angebracht. Vertreten war auch die Koordinierungsstelle für Frauen und Wirtschaft von Stadt und Landkreis, die eng mit den Unternehmen vor Ort, verschiedenen Weiterbildungsträgern und der Agentur für Arbeit zusammenarbeitet. Ziel ist es, die Erwerbstätigkeit und Qualifikation von Frauen zu fördern. Das Mehrgenerationenhaus Celle bietet ein Informations- und Bildungsprogramm, so auch bekanntermaßen die Volkshochschule Celle mit einer ganz breiten Palette. Die Frauenakademie in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte hatte sehr anschaulich dargestellt, mit welchen Vorbehalten und Selbstzweifeln für einen beruflichen Neustart Frauen zu kämpfen haben. Diese „Steine“ müssen aus dem Weg geräumt werden. Die Oskar Kämmer Schule warb für vielfältige Qualifizierungskurse, die über einen Bildungsgutschein gefördert werden. Aktivierung und Orientierung für Alleinerziehende hat sich das Unternehmen Konfides auf die Fahne geschrieben; die Zielgruppe sind Alleinstehende mit Unterstützungsbedarf. Angeboten wird aber auch ein Einzelcoaching für Bewerbung.

Die Organisatorinnen der Veranstaltung Sabine Mix von der Agentur für Arbeit, Franziska Bauch vom Jobcenter und Ulrike Brinken, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragre beim Landkreis, sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Sabine Mix fasst das so zusammen: Der Erfolg könne zwar nicht gemessen oder gezählt werden. Wichtig sei nur, dass die Frauen sich etwas trauen und die Möglichkeiten nutzen.

Redaktion
Celler Presse





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