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MANHATTEN: Ausstellung mit einzigartigen Fotos vom nächtlichen Manhatten

CELLE. Bianca Patricia ist nicht zum ersten Mal in Celle. Bereits 2010 hat sie an dem Wettbewerb „Leben, Lieben, Leiden“, Frauenbilder junger Künstlerinnen, im Bomann Museum teilgenommen. Nun kam sie wieder aus ihrer Wahlheimat München auf Einladung des Kunstvereins, um ihre Fotoserie MANHATTEN in der Gotischen Halle im Celler Schloss zu präsentieren. Heute war die Vernissage vor einem erlesenen Publikum. Die Ausstellung ist noch bis zum 22. November 2015 zu sehen.

Ca. 50 Bilder umfasst die Ausstellung, eine Auswahl aus einer Fotoserie, die die Künstlerin in den Jahren 2012 und 2013 geschossen hat. Sie war schon mehrfach in den USA, aber die Besuche in 2012 und 2013 galten allein dem Anliegen, Manhatten bei Nacht zu erkunden. Zu jedem Bild habe sie eine Geschichte im Kopf, sagt sie. Bei Nacht ist sie durch Manhatten gelaufen, um nach Momenten zu suchen und diese authentisch einzufangen – Produkte des Zufalls. Wenn sie um zwei Uhr nachts durch Manhatten lief, ging es ihr nicht um die glamourösen Momente. So beschrieb es dann auch Dr. Klaus Wilde vom Kunstverein in seiner Einführung: Das Festhalten besonderer Momente führte zu einer faszinierenden Performance, die die Einzigartigkeit der Künstlerin ausmache – Fotos, die eindeutig sind und keiner Erklärung bedürfen.

Im Fokus hatte Bianca Patricia eine besondere Berufsgruppe, die zu nächtlicher Stunde, dem Tagestrubel entronnen, eine heile Welt suggeriert: die „Doormen“, Concierges, die sich im Eingangsbereich von Bürogebäuden aufhalten, tagsüber Besucher begrüßen, evtl. kontrollieren und auch beobachten, wenn sie das Haus verlassen. Das dient auch der Sicherheit des Hauses, zudem werden sie um Dienstleistung verschiedener Art gebeten. So spiegeln die Motive kein aktionsgeladenes Szenario wider, keine hektische Betriebsamkeit, sondern eine nächtliche Ruhe, die die Fotos wie Porträts erscheinen lassen. Es sind keine gestellten Fotos, die meisten sogar durch Glas „geschossen“, die durch Spiegelungen noch eine besondere Atmosphäre erzeugen. Der Betrachter wird nun zum Voyeur, der den Menschen nicht zu nahe kommen will.

Bianca Patricia hat einen weiten Weg durch Akademien und Hochschulen zurückgelegt. Ihre Ausbildung begann 1993 an der Sommerakademie in Salzburg, 1994 war sie Gasthörerin an der Kunstakademie Breslau. 1995 nahm sie das Studium der Fotografie an der Hochschule Düsseldorf auf, es folgten Studien an der Hochschule Dortmund, an der Kunsthochschule für Medien in Köln, an der Tokyo National University for fine Arts and Music, an der Akademie der Bildenden Künste München, und sie erlangte den Diplomabschluss an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Schon während des Studiums nahm sie an zahlreichen Ausstellungen teil, hielt Vorträge, nahm Veröffentlichungen vor. In ihrer Vita zeugen zahlreiche Aktivitäten von großem künstlerischen Engagement.

Der Kunstverein Celle hatte Anfang des Jahres sein 50. Jubiläum gefeiert und blickt auf zahlreiche Ausstellungen zurück. Fast in jedem Jahr waren es zwei, im Gründungsjahr 1965 sogar vier. Die hundert dürften nun überschritten sein. „An der Existenzberechtigung der Kunstvereine wird nicht gezweifelt“ heißt es in der Festschrift zum Jubiläum. Die heute eröffnete Ausstellung ist ein weiterer Beleg dafür.

Dauer der Ausstellung: 4. Oktober bis 22. November 2015
Ort: Gotische Halle im Celler Schloss
Öffnungszeiten für diese Ausstellung: Dienstag bis Sonntag 10 – 13 und 13.30 – 17 Uhr

Redaktion
Celler Presse

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