Mit Geothermie nicht nur heizen sondern auch kühlen
CELLE. „Wer sich für eine geothermische Anlage interessiert, kann sich an uns wenden“, fasste Wolfgang Genannt vom Vorstand des Vereins GeoEnergy zusammen. Der Verein verstehe sich als Brückenbauer zwischen Interessenten und Fachunternehmen. Über 50 Teilnehmer hatten sich in der Alten Exerzierhalle eingefunden, um Informationen zur oberflächennahen Geothermie – Potenziale zum Heizen und Kühlen – zu erhalten.
Es war die erste Veranstaltung dieser Art, die der Verein GeoEnergy initiiert hat. Wie Wolfgang Genannt am Rande dieses Fachseminars in einem Pressegespräch erläuterte, gibt es in Deutschland mittlerweile 350.000 Haushalte, die geothermisch beheizt werden. Der Schwerpunkt liege im süddeutschen Raum, vornehmlich im Raum München. Nun gelte es, den norddeutschen Raum dafür zu gewinnen. „Geothermie bietet mehr als Heizung; mit dem umschaltbaren Wärmetauscher wird sie zur Kühlanlage“, berichtet Genannt. Wenn auch die geothermische Anlage zunächst eine höhere Investition gegenüber einer konventionellen Heizungsanlage bedeute, so schlage man zwei Fliegen mit einer Klappe. Da aktuell in Celle die Bebauung der Allerinsel geplant werde, könne man noch die Geothermie in die Planung einbeziehen; die Allerinsel sei dafür ideal, mit zwei Bohrungen 500 bis 600 Meter tief könne man den gesamten Bereich versorgen.
Das Seminar vermittelte Fachplanern, Architekten und Behördenvertretern das notwendige Wissen über die Planung, Finanzierung und die technische Umsetzung von oberflächennahen Geothermieanlagen. Die Technologie richtet sich an Wohnungsbau, Gewerbe, Industrie und Verwaltung. So wurden Informationen vermittelt, die die Genehmigungsverfahren beinhalten und auch das neue Marktanreizprogramm (MAP), das die Inanspruchnahme von Fördermitteln für Neubau und Bestand, für Haushalt, Gewerbe und Industrie regelt.
Überraschend hatte sich auch Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende zu einem Kurzbesuch bei dem Seminar eingefunden und die Seminarteilnehmer begrüßt. Außerdem hatte die Stadt die Alte Exerzierhalle kostenlos für das Seminar zur Verfügung gestellt. Das alles ist positiv aufgenommen worden, so Wolfgang Genannt.
Die Moderation der Veranstaltung lag in den Händen von Thomas Faber von der städtischen Wirtschaftsförderung, die Begrüßung nahm Thor Növig, Vorsitzender des Vereins GeoEnergy vor. Die Einführung in die oberflächennahe Geothermie vermittelte Kim Schwettmann von der Ingenieurgesellschaft Heidt+Peters mbH. Als weitere Referenten fungierten Andreas Vogel (Wasserverband Vorsfelde), Dirk Wietfeld (Celler Brunnenbau), Sandra Pester (LBÈG) Jörg Massmann (BAFA), Norbert Wilezich (ebz nord GmbH), Erik Bertram (Ingenieurgesellschaft Meinhardt Fulst mbH), Lars Schulz (Celler Brunnenbau) und ´Klaus Ackermann (NIBE Systemtechnik).
Kontakt: GeoEnergy Celle e.V., Hannoversche Straße 30a, 29221 Celle
Tel.: 05141/20881-88 Fax: 05141/20881-87
E-Mail: info@geoenergy-celle.de
www.geoenergy-celle.de
Redaktion
Celler Presse
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