Freitag, 13. Februar 2026

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Flüchtlingskinder lernen Verkehrsregeln: Malteser und ADAC organisieren Kurs im Camp Scheuen

CELLE-SCHEUEN. Für die vielen Kinder in der Malteser-Notunterkunft Celle-Scheuen ist vieles neu. Dazu gehören auch die Verhaltensregeln im Straßenverkehr. In einem rund 45-minütigen Programm vermittelte Melanie Persson als Ehrenamtliche mit ihrer Puppe ADACUS kindgerecht das Verhalten am Fußgängerüberweg mit Ampel und ohne Ampel, und die Kinder hatten sichtlich ihren Spaß.

Die 47-jährige Melanie Persson ist Kraftverkehrsmeisterin und bildet in ihrem Beruf Berufskraftfahrer aus. So ist sie mit den Verkehrsregeln bestens vertraut und tourt ehrenamtlich von Grundschule zu Kita, um Kinder auf die richtige Spur zu lenken. In Scheuen wurden zwei Gruppen von je zehn Kindern spielerisch geschult und ADACUS hatte großen Anteil daran und zog die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Aufgebaut wurde in der großen Halle des Camps ein kleiner Fußgängerüberweg mal mit Zebrastreifen oder ohne Zebrastreifen, mal mit Ampel, mal ohne Ampel. Eine Gruppe Kinder spielte dabei „Auto“, die andere Gruppe „Fußgänger“. Damit sie nicht durcheinander kamen, bekamen sie eine Plastikweste umgehängt mit dem Symbol Auto oder Fußgänger. Natürlich wurden die Rollen auch getauscht. Damit es keine Verständigungsschwierigkeiten gab, standen Dolmetscher zur Seite.

Bernward Franzky, ADAC-Vorstandsmitglied für Verkehr, erläutert die Aktion wie folgt: „Das Ziel des ADAC ist es, den Kindern in den Schulen die Grundlagen zu vermitteln, wie sie sich im Verkehr zu bewegen haben. Die Kinder sollen ihren Eltern die Regeln erklären können. Wir haben Programme für verschiedene Altersklassen. Hier im Flüchtlingscamp ist das erstmal ein Test wie das angenommen wird. Die Kurse sind ursprünglich auf die Grundschulen ausgerichtet.“

„Der ADAC hat angeboten, ein Sicherheitstraining durchzuführen, da haben wir nicht lange gezögert. Gerade im Ort Scheuen ist es wichtig, dass sich alle an die Verkehrsregeln halten; denn es gibt keine Ampeln. Das ist nun erst der erste Schritt. Anschließen muss sich ein verkehrserzieherischer Unterricht zum Kennenlernen der Verkehrszeichen und der allgemeinen Regeln und das Erlernen des Radfahrens“, fasst der Leiter der Malteser-Flüchtlingsunterkunft, Stefan Dannenberg, die Maßnahmen zusammen. Es sei aber auch so, dass dieser Unterricht für die Kinder eine willkommene Abwechslung ist. Die aktuelle Lage im Camp beschrieb Dannenberg so: Durch die Sperrung der Balkanroute ist es relativ ruhig im Camp, derzeit sind knapp 300 Flüchtlinge dort, so dass die Notunterkunft nicht ausgelastet ist.

Redaktion
Celler Presse

 

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