125 Jahre Berkefeld: Ein eindrucksvoller Blick hinter die Kulissen

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CELLE. Dass die Marke „Berkefeld“ immer noch viele Fans in der Region hat, wurde beim Tag der offenen Tür am Samstag deutlich. Weit mehr als 2.000 Besucher fanden sich am Samstag auf dem Betriebsgelände im Lückenweg in Altencelle ein.  Darunter waren viele Nachbarn, Geschäftspartner, Freunde und Familien von Mitarbeitern und auch von anderen Unternehmen. Der Hit war der Wasserparcours für die Kinder.

1892, also vor 125 Jahren, gründete Wilhelm Berkefeld sein Unternehmen in Celle. Der Ingenieur Wilhelm Berkefeld beobachtete Ende des 19. Jahrhunderts bei seinen Spaziergängen in der Lüneburger Heide, dass die dort vorkommende Kieselgur als Filter für das Oberflächenwasser wirkte. Diese Beobachtung setzte er unternehmerisch um. Er entwickelte aus Kieselgur gebrannte Filterkerzen und schuf dazu die ersten Berkefeld-Filter in Porzellanausführung. Berkefeld-Filter dienten zur Filtration von Trinkwasser und insbesondere zur Reduktion von Keimen. Bei der Cholera-Epidemie in Hamburg 1892 wurden sie erfolgreich eingesetzt und traten von da an ihren Siegeszug in die ganze Welt an. Apotheken und Pharmazien in nahezu allen Ländern verkauften die Filter. Noch heute lernt jeder Mediziner in den ersten Semestern, dass man zur Vermeidung von Bakterien im Trinkwasser einen Berkefeld-Filter einsetzen möge.

Das Unternehmen Berkefeld-Filter war bis 1978 in Familienbesitz und wurde danach Teil der SIHI-Gruppe (Siemen & Hinsch) aus Itzehoe. Schon bald entstand das neue Bürogebäude mit Produktions- und Lagerhallen an der jetzigen Geschäftsadresse im Lückenweg in Celle. Seit 2004 ist Berkefeld Teil von Veolia, des weltweit größten Wasserversorgers, und firmierte seitdem gemeinsam mit der Laborwassersparte ELGA LabWater als ELGA Berkefeld GmbH. Im Oktober 2009 wurde die ELGA Berkefeld GmbH mit dem Spezialisten für kommunale Wassertechnik Krüger WABAG GmbH verschmolzen zur VWS Deutschland GmbH. 2014 folgte die Fusion mit der Aquantis GmbH für industrielle Abwassertechnik und der PMT Plastik-Metall-Technologie GmbH für kommunale Kläranlagen. Die neue gemeinsame Firmierung lautet Veolia Water Technologies Deutschland GmbH. Nachhaltigkeit ist das Kernanliegen des Unternehmens: „Die Auswirkungen auf Wasserhaushalte zu verstehen und zu messen ist unerlässlich, um unseren Planeten zu schützen: Für Wasser gibt es keinen Ersatz.“

So wurde beim Tag der offenen Tür den Besuchern viel Wissenswertes über Produkte, Anlagen und Dienstleistungen des Wassertechnikunternehmens vermittelt. Die Besucher konnten bei einem Rundgang durch die Fertigung Einzelheiten zur Geschichte der Wasseraufbereitung erfahren.  „125 Jahre Technologiemarke Berkefeld sind für uns ein Anlass, mit Ihnen gemeinsamen einen wunderbaren Tag zu verbringen. Ich lade Sie ganz herzlich ein zu einem Blick hinter die Kulissen“, hatte Geschäftsführer Veolia Water

Technologies Deutschland GmbH, Dr. Christian Ausfelder angekündigt. Er hatte nicht zuviel versprochen.

PR/Redaktion
Celler Presse

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