Vier Tage war die Welt zu Gast in Celle – angereist auf der Vespa

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CELLE. Es gibt sie in allen erdenklichen Farben, im Originalzustand oder zu Unikaten getunt. Und sie wird auf der ganzen Welt gefahren, hat von Italien bis Holland, Australien bis England ihre Fans: Die Vespa, die in den vergangenen vier Tagen das Straßenbild Celles dominierte.

Der Celler an sich steht, wie bekannt ist, ungerne im Stau, muss aber tagtäglich mit Baustellen und Engpässen leben, so dass ein Vorankommen oft nur erschwert möglich ist. Seit Donnerstag war es nur schwer, ungehindert durch das Stadtgebiet zu kommen und teilweise stand man sogar im Landkreis. Doch diesmal gab es einen Grund dafür, und die Celler haben es sogar genossen. Die Vespa World Days waren zu Gast in der Heide und mit ihnen über 5.000 Vespa-Fahrer, die gleichzeitig auch tausende von Besuchern anlockten. Das Flair der Stadt war international, kurz gesagt: Es war ein Erlebnis, welches sicher lange im Gedächtnis bleiben wird.

Die frühere Eurovespa fand jedes Jahr zwischen 1954 und 2006 satt – mit einer kurzen Pause in den 70er Jahren. Vespa-Liebhaber aus ganz Europa und gar noch weiter weg trafen sich für das größte und bekannteste Treffen seinesgleichen weltweit. In 2007 wurde die Veranstaltung dann in Vespa World Days umbenannt. 17 Jahre nach der letzten Veranstaltung in Deutschland – in Hamburg im Jahr 2000 – fanden die Vespa World Days 2017 nun also in Celle statt.

Der Haupttreffpunkt, das so genannte Vespa Village, befand sich auf dem Gelände der CD-Kaserne. Hier gab es unter anderem eine Händlermeile und ein Vespa-Museum. Doch vom Vespa Village war es auch nur ein Katzensprung in die schöne Celler Innenstadt.

Ausrichter der Vespa World Days war der Vespa Club Celle, der über drei Jahre mit der Organisation der Veranstaltung beschäftigt war – eine Aufgabe, die er mehr als vorbildlich gemeistert hat. Beim VC Celle ist man entsprechend begeistert und vermutlich auch noch euphorisiert vom Erfolg des Vespa-Treffens, und das mit Recht. Hört man sich unter den Teilnehmern und Besuchern um, so hört man nur Begeisterung. Wer hätte das im Vorfeld gedacht?

Celle hat sich weltoffen gezeigt und reiht sich unter den Vespa-Fahrer somit ein in Städte wie St. Tropez, dort fanden die Vespa World Days zuletzt statt, und Belfast, wo das Treffen 2018 stattfinden wird. Heute um 14 Uhr war Schluss. Die Vespa World Days 2017 wurden offiziell beendet – und wenn die Celler Montag wieder im Stau stehen und über Baustellen schimpfen, sehnen sie sich vielleicht wieder nach den Vespas, die die ganze Stadt bevölkerten, dafür aber ein viel angenehmerer Grund für Staus waren als es Baustellen sind.

Celle sagt „Tschüss“, „Auf Wiedersehen“, „Au revoir“, „Adios“ und „Hasta la vista“: Wir werden Euch vermissen. Vier Tage habt Ihr internationales Urlaubsfeeling nach Celle gebracht. Aber Ihr habt uns vollauf begeistert.

Redaktion
Celler Presse

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