Wo die ambulante Versorgung am teuersten ist – Niedersachsen und Bremen über dem Bundesschnitt

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HANNOVER/CELLE. Genau 578 Euro im Jahr kostet die ambulante ärztliche Versorgung eines Krankenversicherten in Niedersachen, das hat die BARMER errechnet. In Hamburg liegen die durchschnittlichen Behandlungskosten je Versicherten in der ambulanten medizinischen Versorgung mit 644 Euro knapp 15 Prozent über dem Bundesdurchschnitt – und damit an der Spitze in Deutschland. Danach folgt das Bundesland Berlin mit 633 Euro und Bremen mit 592 Euro. Das geht aus dem aktuellen BARMER Arztreport hervor, „Niedersachsen liegt auf Platz 5. Hier kommen drei Prozent mehr Ausgaben als im bundesweiten Schnitt zusammen“, so Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen.

 561 Euro pro Kopf

Pro Kopf wurden in Deutschland 2016 durchschnittlich schätzungsweise 561 Euro für die ambulant-ärztliche Versorgung aufgewendet (ohne Zahnärzte, Krankenhausbehandlungen, Arzneimittel oder anderweitige Verordnungen), im Jahr 2013 lag der entsprechende Wert noch bei 505 Euro. Die höchsten Kosten fielen mit durchschnittlich 442 Euro je Abrechnungsfall für Behandlungen bei Psychotherapeuten an. „Dabei ist zu bedenken, dass Leistungen von Psychotherapeuten nicht delegiert werden können und in der Regel fast immer einen langen Patientenkontakt voraussetzen, weshalb Psychotherapeuten zugleich die Berufsfachgruppe mit den therapeutenbezogen geringsten Behandlungsfallzahlen bilden“, erläutert Sander.

 Ambulante Behandlungskosten in der medizinischen Versorgung im Jahr 2016

Teure Stadtstaaten

Für alle regionalen Auswertungen im Arztreport wurden Versicherte ihrem Wohnort entsprechend zugeordnet. „Die höheren ambulanten Behandlungskosten in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen lassen sich deshalb nicht als Folge einer Nutzung der dort niedergelassenen Ärzte durch Patienten aus dem Umland erklären“, stellt Heike Sander klar.

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