Ausstellung Juden in Ronnenberg – Flucht oder KZ

CELLE. Diese Ausstellung veranschaulicht die Vertreibung der Juden aus einer deutschen Gemeinde, so wie sie andernorts auch stattgefunden hat. Wie in vielen deutschen Gemeinden wurde in Ronnenberg (Region Hannover) das friedliche Zusammenleben der Juden mit Nachbarn und Kunden zerstört, nachdem 1933 die Nationalsozialisten an die Macht gekommen waren. In der Pogromnacht 1938 wurden die jüdischen Familienväter in das KZ Buchenwald deportiert und bedroht: Wenn sie Deutschland nicht verließen, würden sie wieder eingesperrt. Ende 1939 lebten in Ronnenberg keine Juden mehr.

In einer historischen Darstellung an der Leibniz-Universität Hannover erschien die jüdische Gemeinschaft von Ronnenberg als kompaktes Fallbeispiel für das Ziel der Nazis, deutsche Gemeinwesen „judenfrei“ zu machen. Die meisten der Jüdinnen und Juden dieser Gemeinde konnten ins Ausland entkommen. Doch drei von ihnen misslang der Versuch. Sie wurden im Holocaust ermordet. Die Autoren der Ausstellung, Peter Hertel – über 20 Jahre Hörfunkredakteur für Religion und Gesellschaft beim Norddeutschen Rundfunk – und Christiane Buddenberg-Hertel, schildern das ursprüngliche jüdische Leben von Ronnenberg, die Fluchtgeschichten und lassen die übergreifenden
Zusammenhänge des Naziterrors deutlich werden.

Ort: Celler Synagoge, Im Kreise 24

Eröffnung: Donnerstag, 16. August 2018, 19.00 Uhr,

Laufzeit: 17. August bis 23. September 2018

Einführung: Peter Hertel, Ronnenberg

Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

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