Donnerstag, 23. April 2026

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70 Jahre VHS Celle: Die Bildungseinrichtung die immer „da“ ist

CELLE. Mit einem „Fest der (Lern)Kulturen“ feierte die Volkshochschule (vhs) Celle am Sonntag, 26. August, ab 11 Uhr ihr 70-jähriges Bestehen im Innenhof der Trift 20. Musik und Mitmach-Aktionen, Kinderschminken und Kultur-Café standen ebenso auf dem Programm wie ein Kreativ-Markt, auf dem Handwerkliches wie z. B. Holzkunst, Porzellanmalerei, Upcycling und Dekoratives aus Beton angeboten wurde.

Vor 70 Jahren, am 24. August 1948, wurde in Celle der Volkshochschulverein gegründet und wenig später die ersten Kurse und Vorträge angeboten. Auf den Tag genau, am Freitag, 24. August, wurde mit einem Festakt im Kreistagssaal an das Ereignis erinnert. Hochrangige Gäste wie die Bundestagsabgeordneten Kerstin Lühmann und Henning Otte waren vor Ort ebenso wie Landrat Klaus Wiswe und Oberbürgermeister Jörg Nigge. Universitätsprofessorin Dr. Steffi Robak stellte in ihrem Impulsvortrag „Neue Lernkulturen gefragt? Gestaltungsherausforderungen in der Bildung vor. Unisono wurde der VHS bescheinigt, dass sie mit großer Flexibilität den Bildungsanforderungen der Zeit gerecht werde, ob nun bei Gymnastikkursen, Kursen vielfältiger Kunstausrichtungen, Bildungsreisen, schulischen Fächern und Vermittlung wissenschaftlicher Kenntnisse und natürlich auf dem weiten Feld der Fremdsprachen, wobei gerade in den vergangenen Jahren im Sprachmittlerpool die Vermittlung der deutschen Sprache für Flüchtlinge großen Einsatz bedeutete. Die Volkshochschule war und ist immer „da“.

Am Sonntag herrschte buntes Treiben auf dem Innenhof der Volkshochschule. „Crossover“ hieß es um 13 und um 15 Uhr, als die vhs-Theatergruppe das eigens von den Creative Writers für sie geschriebene Jubiläumsstück aufführte. Die vhs-Theatergruppe um Leiter Carsten Dettbarn hauchte der dargestellten Familienfeier mit Loriot’schen Zügen Leben ein. Nicht nur, dass Großeltern und Eltern ihre Vergangenheit offenlegten, die anlassbezogen im Jahre 1948 – im Jahr der Gründung der VHS Celle – begann; sie verdeutlichten die schwierigen Nachkriegsjahre, die seinerzeit noch nicht bestehende Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Durchsetzung der Antibabypille, die Demonstrationen der 68er zur Vertreibung des „Muffs in den Talaren aus 1.000 Jahren“, die deutsche Einheit und die Bedeutung der Volkshochschule – für den Vater besonders wichtig. So sagte der Vater zur Tochter: „Wenn es die Volkshochschule nicht gegeben hätte, dann gäbe es dich nicht.“ Er war Dozent an der VHS und hatte in einem Italienischkurs seine spätere Frau kenngelernt. Bei einem Ausblick in das Jahr 2048 wurde die Tochter stutzig, vermisste sie doch jegliche Kommunikation der Menschen untereinander. Schließlich hatte jeder mit sich selbst und dem „Portable Artivicial Intelligence Device“ oder mit dem „Brain Computer Interface“ zu tun. Das war selbst der jungen Dame von heute zuviel, obwohl sie selbst unentwegt auf dem Smartphone daddelte. Es war schon erstaunlich, wie man in 30 Minuten die gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen 70 Jahre so anschaulich rüberbringen konnte. Und bei dem Ausblick in die Zukunft bleibt nur zu hoffen, dass es so schlimm nicht kommen wird. Dem Publikum gefiel es und dankte mit tosendem Applaus.

Premiere feierte auch der für das Jubiläum komponierte „vhs-Song“. Für weitere musikalische Momente sorgten die Kreismusikschule und die Ukulele-Spieler/innen der vhs Celle. Ein weiterer Höhepunkt war um 14 Uhr die Bekanntgabe und Preisverleihung der „Schönsten Rose der Offenen Pforte im Celler Land“ anlässlich des 15-jährigen Bestehens der „Offenen Pforte“. Zu den Jurymitgliedern zählten u.a. Beate Rieper von der Gärtnerei Lochte und Eberhard Hentschke von den Rosenfreunden Hannover. Platz 1 errang Ellen Bielert mit der Sorte „Ghislaine de Feligonde, Platz 2 das Eheaar Tremmel mit Jasmina und Platz 3 Elke von Meding mit der Ramblerrose Bobby James.

Wie aus einem Kreis, Dreieck und Quadrat die ganze Welt entsteht, wurde vorgestellt im Hinblick auf das „Projekt anlässlich von 100 Jahre Bauhaus (1919 – 2019) und dem Celler Architekten Otto Haesler. Dazu sind einige Wokshops geplant. Ziel könnte eine Performance anlässlich des Stadtteilfestes in den Triftanlagen am 25. Mai 2019 sein.

Alle Einnahmen aus den Jubiläumsjahr-Aktivitäten fließen in den BildungsChancenFonds der vhs Celle. Er unterstützt Teilnehmende, die nicht allein aus eigenen Mitteln die Kursgebühren zahlen können. Vor allem im Zweiten Bildungsweg ermöglicht der Fonds vielen jungen Menschen die Chance zu einem Neustart im Sinne des vhs-Mottos „Bilde dir (d)eine Zukunft – Lernen ist Zukunft“.

Schon am Dienstag 28. August 2018 findet ein Vortrag und eine Führung durch die Ausstellung 70 Jahre vhs, Trift 20, statt. Der Eintritt ist frei. Die Besucher am Sonntag konnten sich bereits in der Ausstellung über die wechselvolle Geschichte der VHS informieren.

Redaktion
Celler Presse

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