Initiative kämpft für den Erhalt des NP-Marktes in der Windmühlenstraße

NEUENHÄUSEN. Der NP-Markt Windmühlenstrasse wird voraussichtlich Ende November schließen. Hintergrund sind gescheiterte Mietpreisverhandlungen zwischen der Edeka und dem Vermieter. Aus diesem Anlass hat sich eine Initiative aus Aktiven der Kreuzkirchengemeinde gebildet, die mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des NP-Marktes kämpft. „Der Wegfall des NP-Marktes lässt viele Menschen regelrecht verzweifeln. Sie erwarten möglichst schnell eine Lösung des Problems“, beschreibt Pastor Michael Kurmeier die Situation.

Die Initiatorin der Aktion Lilo Keitz ergänzt: „Im Einzugsbereich des Marktes leben viele ältere Menschen, für sie wäre es fatal, wenn sie nicht mehr selbst einkaufen könnten. Über 1.200 Unterschriften aus dem Quartier für den Erhalt des Marktes sind ein eindeutiges Zeichen“. „Die Schließung des NP-Marktes Windmühlenstraße ohne gleichwertigen Ersatz eines Lebensmittelmarktes wäre für die älteren und mobilitätseingeschränkten Bewohner des Quartiers schlimm“, sagt Ratsherr Joachim Ehlers (CDU), der im Nahbereich wohnt und die Sorgen der hier lebenden Menschen gut nachvollziehen kann. Eine selbstständige fußläufige Versorgung mit Lebensmittel für den täglichen Bedarf wäre für viele Menschen nicht mehr möglich. Die Anwohner haben daher ein starkes Interesse an der Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung und sind über die aktuelle Entwicklung stark beunruhigt, verdeutlicht Ehlers.

Mietpreisverhandlungen seien grundsätzlich eine marktwirtschaftliche Angelegenheit zwischen den Vertragsparteien und Einwirkungsmöglichkeiten von Politik und Verwaltung seien daher sehr begrenzt. Das Nahversorgungszentrum Windmühlenstraße mit dem NP-Markt als relevanten Lebensmittelmarkt sei für das Wohnquartier jedoch von elementarer Bedeutung. Daher habe man alles versucht, eine Schließung zu verhindern, so Ehlers.

Der Oberbürgermeister wurde über die Situation und Stimmung in der Bevölkerung informiert, und die Wirtschaftsförderung ist sofort aktiv geworden. Letztendlich wurde auf Vermittlung der Wirtschaftsförderung erreicht, dass die Vertragsparteien sich nochmals an einen Tisch setzten, um die gescheiterten Verhandlungen wieder aufzunehmen. Aber auch diese Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis, so dass von einer Schließung des Marktes auszugehen ist.

Jetzt gelte es, eine Folgelösung zu finden, um die Nahversorgung im Quartier zu erhalten. Dabei appelliere man auch an die soziale Verantwortung, die ein Eigentümers eines Ladengeschäfts in einem solchen Quartier habe, so Kurmeier.

Bei der Suche nach einer akzeptablen Lösung für das Quartier werde er ebenfalls um Unterstützung der Wirtschaftsförderung bitten, erklärt Ehlers. Allerdings müssten auch alle bau- und planungsrechtlichen Möglichkeiten geprüft werden, um eine für das Quartier unverträgliche Ansiedlung auszuschließen.

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