Museums-Melange im Bomann-Museum zeigt Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg

CELLE. Am Donnerstag, dem 11. Oktober um 15.30 Uhr führt Hilke Langhammer im Rahmen der Reihe „Museums-Melange“ durch die Sonderausstellung „Hinter Stacheldraht. Die Kriegsgefangenenlager in Celle 1914-1918“.

Schwerpunkt der Kurzführung wird der Kampf gegen die Monotonie in den Lagern sein. Zum Teil jahrelanges Eingesperrtsein, erzwungenes Nichtstun und Langeweile führten bei vielen Gefangenen zu psychischen Belastungen, für die schon während des Ersten Weltkriegs die Bezeichnung „Stacheldraht-Krankheit“ aufkam. Um zumindest teilweise der Monotonie des Alltags zu entkommen, entwickelte sich in den Lagern ein „Freizeit“leben, das die Gefangenen selbst organisierten.

So entstanden auch in den Celler Lagern Sportstätten, Lagerbibliotheken und Theaterräume. Für Gottesdienste wurden Kapellen eingerichtet. Die Gefangenen gründeten Orchester, Chöre, Theaterensembles und Künstlergruppen, gaben Zeitungen heraus, unterrichteten einander in den verschiedenen Sprachen und entwickelten regelrechte Vorlesungszyklen.

Im Anschluss ist wie immer Gelegenheit zum Austausch im Museums-Café. Eintritt inkl. Kaffee und Kuchen 8,50 EUR

Bomann-Museum Celle
Schloßplatz 7, 29221 Celle

PR
Foto: Stadtarchiv Celle

 

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