Glasfasertechnologie flächendeckend für Eschede? Diskussion im Eschenschnack zum Breitbandausbau

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ESCHEDE. Bekommt Eschede flächendeckend die neue Glasfasertechnologie? Dazu trafen sich heute zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in der Glockenkolkhalle in Eschede.

Bürgermeister Günter Berg eröffnete die Diskussionsrunde, dem örtlich genannten Eschenschnack. Hier wurden die Bürgerinnen und Bürger aus erster Hand von der SVO über das ambitionierte Vorhaben informiert. Berg begrüßte das Engagement der SVO und verwies auf die große Zustimmung bereits im Vorfeld im Rat. Doch der Rat kann über die Realisierung des Glasfaserausbaus nicht selbst entscheiden. Bürgermeister Berg machte deutlich, dass es nun am Interesse der Bürgerinnen und Bürgern liegt.

Wie Eschede das Vorhaben bereits in der Vorvermarktung wahrnimmt wollte Günter Berg wissen und bat um Handzeichen. Die große Mehrheit hält diese zukunftsweisende Technologie für notwendig.

SVO Geschäftsführer Dr. Ulrich Finke begrüßte die anwesenden Besucherinnen und Besucher. Finke stellte klar, dass die SVO bereits seit Jahrzehnten auf diese Technologie setzt und unter anderem ihre eigenen Anlagen damit vernetzt und steuert. Auch wichtige Knoten existieren bereits im Landkreis und somit auch in Eschede. Finke betont die Wichtigkeit und die Größe des Vorhabens. Nunmehr bietet die SVO diesen Ausbau für einen ganzen Ort an und die Grundlagen sind schon gegeben. Es geht nun um die letzte Meile, direkt zum Haus.

Eine Glasfaser-Hausanschluss, der in ganz Deutschland selten ist, denn nur 3 Prozent der Haushalte haben dies.

Dieses Infrastrukturprojekt wird die SVO ein paar Millionen Euro kosten, doch mit der Hilfe der Bürgerinnen und Bürgern wäre eine gesunde Masse gegeben und die SVO könne mit dem Ausbau starten, so Finke.

Gerhard Dongowski, Marketingleiter der SVO, unterstreicht in seinem Vortrag auf die Zukunftsinvestition, die nur gemeinsam von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt werden.

Die SVO hat bereits 200 Kilometer Backbone Glasfaserleitungen und 420 Kilometer Leerrohre zum Einschießen der Leitungen im Landkreis Celle liegen, macht Dongowski aufmerksam.

Netzausbau ist die Kernkompetenz der SVO und nicht nur bei Strom und Wasser.

In Bostel hat die SVO schon im letzten Jahr ein Netz realisiert. Im Mai 2018 sollten sich zunächst 60 Prozent dafür den Ausbau entscheiden. 80 Prozent hatten sich letztendlich dafür entschieden und im Juli 2018 war der erste Spatenstich. Ende Oktober 2018, in nur sechs Monaten, konnte Bostel ans Netz gehen.

In Eschede haben die ersten Vorarbeiten schon begonnen, freut sich
Dongowski. Doch bis zum 1. März müssen sich nun im Kernort in Eschede 40 Prozent (641 Haushalte) für den Ausbau final entscheiden, dann kann es richtig losgehen.

Nach dem werbewirksamen Vortrag von Gerhard Dongowski ging es anschließend in die lebhafte Diskussionsrunde.

Die Grundlage ist im Moment der Kernort Eschede. Weiter geht es dann mit den anderen Ortschaften, denn bereits in Höfer liegt bereits in Teilen Glasfaser, so Finke auf eine Anfrage. Wichtig sei es der SVO, dass auch Interessenten außerhalb der gesetzten Ausbaulinie für einen Anschluss bewerben. Die SVO kann das Interesse besser bewerten und gegebenenfalls auch in der ersten Bauphase weitere Gebiete miteinschließen.

Warum nun im Landkreis auch die Firma Vodafone im Spiel ist, liegt an der Ausschreibung des Landkreises, die den Bau und die Umsetzung trennen mussten. Den Zuschlag hatte im weiteren Verlauf die Firma Vodafone bekommen, obwohl die SVO mit im Rennen gewesen war.

Nun habe die SVO ein neues Ziel und geht mit Engagement voran, denn der Zuspruch ist groß, so Finke.

Das Interesse war bei den Bürgerinnen und Bürgern geweckt und die Aussicht auf eine schnelle und zukunftsträchtige Glasfaseranbindung in greifbarer Nähe.

Redaktion
Celler Presse





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