„Mit der kosmischen Entfernungsleiter zu den Sternen – Entfernungsmessung im Weltall“

HERMANNSBURG. Am Freitag, 21. Juni, lädt der Verein Sternwarte Südheide e.V. zu einem Vortrag über Entfernungsmessung im Weltall ein. Der ehemalige Systemingenieur Wolfgang Boer wird anschaulich in das Themengebiet einführen und einzelne Verfahren genauer vorstellen.

Das bekannten „Siebengestirn“, die Plejaden (M45), ist etwa 440 Lichtjahre (4.194.000.000.000.000 km) von uns entfernt – durch aktuelle Messungen mehrere Radioteleskope konnte dieser Wert noch einmal deutlich nach oben korrigiert werden.

Wie untersucht man etwas, das so weit weg ist, dass man es selbst in mehreren Lebensspannen nicht erreichen und noch dazu in vielen Fällen auch optisch schwer auflösen kann? Das ist die grundsätzliche Herausforderung, vor der die Astronomie steht. Besonders deutlich zeigt sich dieses Problem bei der Messung der Entfernungen von Himmelskörpern, denn diese betragen in der Regel viele Lichtjahren, also mehreren Billionen Kilometer. Mithilfe geeigneter Methoden können diese Distanzen aber trotzdem mit immer größer werdender Genauigkeit angegeben werden. Dabei nutzt man zum Beispiel die Eigenbewegung der Erde aus oder vergleicht Sterne anhand ihrer scheinbaren Helligkeit. Diese Methoden bauen aufeinander auf, sodass man sich entlang einer „komischen Entfernungsleiter“ bis in immer weiter entlegene Gebiete des Weltalls vortasten kann.

In seinem Vortrag wird Wolfgang Boer verschiedene dieser Methoden vorstellen und anschaulich erläutern, wie Cepheiden, Quasare und die kosmische Rotverschiebung dazu genutzt werden können, um das Universum zu vermessen. Die Veranstaltung findet im Hotel „Im Wiesengrund“ (Weesener Straße 17, 29320 Hermannsburg (OT Weesen)) statt, voraussichtliches Ende ist um 21:00 Uhr. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Interessierte aller Altersgruppen sind herzlich willkommen. Weitere Informationen zum Verein Sternwarte und den Veranstaltungen finden sie auch unter www.sternwarte-suedheide.de.

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Foto: Mario König

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