Feuerwehren löschen ausgedehnten Wald- und Flächenbrand auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots *** aktualisiert

HÖFER. Am Dienstag wurden gegen 14:00 Uhr die ersten Feuerwehreinsatzkräfte auf das Gelände eines ehemaligen Munitionsdepot in Höfer zu einem Waldbrand alarmiert. Auf dem zurzeit als Kiesgrube genutzten Gelände brannten Teile des darauf befindlichen Waldes und der bewachsenen Freiflächen. Umgehend wurden weitere Kräfte, wie z.B. den ersten Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Celle, nachgefordert, um das sich ausbreitenden Feuer bekämpfen und eindämmen zu können. Im gesamten Einsatzverlauf waren schließlich fast 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Deutschen Roten Kreuz aus dem Landkreis Celle an der Einsatzstelle.

Durch die Feuerwehrleute wurden mehrere Wasserentnahmestellen aus Feuerlöschteichen und -brunnen hergerichtet und das benötigte Löschwasser mit Tanklöschfahrzeugen zu den Brandherden gefahren, bzw. mit langen Wasserversorgungen auf des Gelände gefördert. Unzählige B-Rohre und Wasserwerfer der Fahrzeuge wurden vorgenommen und damit ein übergreifen der Flammen auf angrenzende Waldgebiete zu verhindern. Gegen 17 Uhr konnte bereits gemeldet werden, dass das Feuerwehr unter Kontrolle sei.

Durch die tropischen Temperaturen um die 36 Grad kam es im Einsatzverlauf dazu, dass zwei Feuerwehrleute mit Kreislaufproblemen mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Die Versorgung aller eingesetzten Rettunsgkräfte mit Kaltgetränken und belegten Brötchen wurde durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes übernommen.
Von der Feuerwehr waren neben denen aus der Gemeinde Eschede auch Einsatzkräfte aus fast allen Gemeinden im Landkreis in diesen Einsatz eingebunden.

Gegen 22:00 Uhr wurde endgültig „Feuer aus“ und das Ende der Nachlöscharbeiten gemeldet und die Feuerwehrleute verließen die Einsatzstelle nach über acht Stunden Einsatzdauer.

Die Polizei berichtet dazu ergänzend: „Aus noch ungeklärter Ursache geriet gestern Nachmittag eine ca. 4 ha große, umzäunte Freifläche in Scharnhorst, Am Aschberg, in Brand. Auf dem Gelände befand sich in der Vergangenheit ein Munitionsdepot der Bundeswehr, heute ist hier ein Mörtelwerk ansässig. Ein Radladerfahrer hatte den Brand entdeckt und gemeldet. Durch Hitze (35 Grad Celsius), Trockenheit und des auffrischenden Windes breitete sich das Feuer sehr schnell aus und griff auf ein angrenzendes, ca. 1 ha großes Waldstück über. Die Löscharbeiten der Feuerwehr wurden durch die extremen Wetterverhältnisse, die starke Rauchentwicklung sowie die im Boden befindlichen Munitionsreste erschwert. Im Wald kam es zu kleineren Explosionen. Der anfängliche Verdacht, dass Granaten in die Luft gegangen seien, bestätigte sich nicht, so dass der hinzugerufene Kampfmittelbeseitigungsdienst nicht mehr erforderlich war. Bei dem Einsatz wurden vier Feuerwehrleute verletzt, zwei von ihnen mussten wegen eines Hitzschlags im Krankenhaus behandelt werden. Insgesamt waren mehr als 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Am Abend gegen 18.00 Uhr war der Brand unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten weiter an. Die Polizei geht von einem nicht unerheblichen Flurschaden aus, der aktuell noch nicht zu beziffern ist. Zahlreiche Sträucher, Büsche und Bäume sind den Flammen zum Opfer gefallen. Hinweise auf eine Brandstiftung liegen derzeit nicht vor. Ob eine Selbstentzündung brandursächlich ist, muss die Polizei nun ermitteln.“

Olaf Rebmann / ots
Fotos: Olaf Rebmann

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