Migrationsprojekt des Caritasverbandes Celle besucht Conmetall Meister

Migrationsprojekt des Caritasverbandes Celle besucht Conmetall Meister

9. August 2019 Aus Von Celler Presse

CELLE. Manche der Frauen aus Syrien und Irak leben schon vier Jahre in Deutschland, andere erst wenige Monate, aber alle zusammen wissen nicht, wie die Fabrikhallen und Logistikzentren in Sichtweite ihrer Wohnungen in Vorwerk von innen aussehen und wie dort gearbeitet wird. Schon im Mai besuchte man gemeinsam das Hehlentorstift, im Juni wurden einige Frauen von der Firma Barilla zu einem Informationsnachmittag mit gemeinsamen Kochen eingeladen, am 2. August ging es nun in die Hallen des Logistikzentrums Conmetall Meister in die Lüneburger Heerstraße. Von den 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten 170 in Teilzeit. 6 Stunden am Tag in Wechselschicht.

In ihrer wöchentlich stattfinden Gruppe: „Leben in Deutschland“ wollten sie die Frage beantwortet haben nach den Arbeitsmöglichkeiten von Müttern, die keine Ausbildung mehr beginnen möchten. So nahmen die Kolleginnen Marlies Petersen, Gruppenleiterin und Migrationsberaterin für erwachsene Zuwanderer (MBE) und Sonya Agirman, Sprachmittlerin, vom Caritasverband Celle Kontakt zu Cornelia Mattulke von Conmetall Meister auf. Acht Frauen betraten das Logistikzentrum, eine neue Welt. Viel Neues über die gleiche Bezahlung von Frauen und Männer die die gleiche Arbeit leisten, wurde diskutiert.

Unterschiedlich sind die Vorerfahrungen. Einige haben studiert oder Berufe in der Verwaltung erlernt, andere haben nie arbeiten dürfen außerhalb der Familie. Lara Abdu* aus Syrien, studierte Grundschullehrerin, gefiel die Fahrt mit dem Regalbediengeraät – es ist wie ein offener Fahrstuhl und fuhr 12 m hochhinauf an den Regalen vorbei.

Der erhöhte Lärmpegel und die schnellen Arbeitsvorgänge sind ungewohnt. „Kinder können aber auch laut sein, wenn man im Kindergarten arbeitet, aber schon im Irak bin ich mit dem Auto gefahren, Gabelstaplerfahren, das macht mir schon Spaß“ So Naima Mohammed. Nura Bibo aus dem Irak fragte: „Können unsere Männer nicht auch das Werk besichtigen?“ Diesen Vorschlag, als gemischte Gruppe, das Logistikzentrum zu besuchen, nahmen Frau Mattulke und Frau Petersen gern auf. (*alle Namen von der Redaktion geändert)

PR
Foto: Marlies Petersen





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