Großes Interesse an den Info-Abenden zum Thema „Heimplatzfinanzierung“ vom SoVD

NIENHAGEN. Der SoVD Ortsverband Nienhagen hat in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat der Gemeinde
Nienhagen und dem KESS Familienzentrum Nienhagen einen Infoabend zu dem Thema “Heimplatzfinazierung” organisiert und stieß damit auf großes Interesse.

Die vielen Fragen der fast zehn Besucher der späteren Veranstaltung zeigten, die hoch der Informationsbedarf zu diesem Thema doch ist
20 Interessierte waren um 17 Uhr ins KESS Familienzentrum Nienhagen gekommen, um sich über Heimplatzfinanzierung zu informieren.

Man möchte so lange es geht in den eigenen vier Wänden bleiben, oft wird aber der Zeitpunkt verpasst und dann muss man doch in ein Heim. Denn vor nichts hat die Mehrzahl älterer Menschen mehr Angst als vor dem Umzug in ein Alten- oder Pflegeheim, da sie meist finanzielle Bedenken haben. 20 Interessierte waren zur Veranstaltung am späten Nachmittag gekommen, fast 10 Interessierte fanden sich am Abend zusammen, um sich einen Überblick über Heimplatzfinanzierung zu verschaffen. Der Vortrag von Dipl.-Päd. Friedrich Schwanecke versuchte, die Bedenken zu nehmen, dass ein Heimplatz nicht zu finanzieren ist. Bei uns in Deutschland gibt es ein Recht auf einen Heimplatz; das gibt es in kaum einem anderen Land. Wenn man sich dazu entschließt in ein Heim zu ziehen, dann ist das für den letzten Lebensabschnitt das Zuhause – deshalb sollte man sich die Heime genau ansehen. Je früher man sich kümmert, also rechtzeitig vorsorgt, hat man auch vielfältige Einflussmöglichkeiten. Die rechtzeitige Vorsorge sprach Friedrich Schwanecke immer wieder an, während er die verschiedenen Einrichtungstypen vorstellte und dann auf die Heimkostensätze zu sprechen kam.

Dipl. Päd. Friedrich Schwanecke versuchte mit seinem Vortrag, den Anwesenden die Bedenken zu nehmen, dass ein Heimplatz nicht zu finanzieren ist.

Die Heimplatzfinanzierung ist in unserem Land vom Gesetz her sehr gut geregelt, so dass niemand Sorge haben muss, sich keinen Heimplatz leisten zu können. Jedes Heim hat einen bestimmten Heimkostensatz. Dieses individuelle Heimentgeld abzüglich dem Zuschuss der Pflegekasse ist der zu zahlende Eigenanteil. Friedrich Schwanecke wies darauf hin, dass man immer einen Eigenanteil selber aufbringen muss, sei es von der Rente oder aus dem Vermögen. Wenn die Rente oder das Vermögen nicht ausreicht, den Eigenanteil zu zahlen, dann wird der fehlende Betrag über die Grundsicherung vom Sozialamt gezahlt. Friedrich Schwanecke
betonte, man sollte sich nicht schämen, zum Sozialamt zu gehen. Dies sind Leistungen, für die man gearbeitet und eingezahlt hat. Die stehen einem zu und man sollte diese auch abfordern. Schonvermögensgrenze, Taschengeld, Bekleidungsgeld wie auch Grenzfälle wurden am Ende auch noch kurz angesprochen wie auch der Aufbau einer Heimplatzrechnung erklärt. Die vielen Fragen, die Friedrich Schwanecke danach detailliert beantwortete, zeigten, wie hoch der Informationsbedarf zu diesem Thema doch ist und wie viele ältere Senioren sich bisher kaum oder gar nicht damit beschäftigt haben.

In 2020 werden der SoVD Ortsverband Nienhagen, der Seniorenbeirat Nienhagen und das KESS Familienzentrum Nienhagen die gemeinsame Veranstaltungsreihe zum Thema Vorsorge fortsetzten. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

PR
Fotos: Annette Kesselhut

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