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CELLE. „Altstadt Celle – Wie leben wir im Jahr 2050?“ lautete das Thema einer Online-Konferenz, zu der am Wochenende die Stiftung Leben&Umwelt/Heinrich-Böll-Stiftung-Niedersachsen in Kooperation mit der vhs Celle und der lokalen Initiative ALTSTADTCELLENEU DENKEN eingeladen hatte. Über 40 Teilnehmer und Teilnehmerinnen diskutierten nach Impulsreferaten aus verschiedenen Perspektiven das innerstädtische Leben der Zukunft.

Eingeleitet wurde die Konferenz mit einem Vortrag von Dipl.-Ing. Volker Krüger zur Umsetzung von Klimaschutzkonzepten. Er betonte die Notwendigkeit dieser Konzepte und  unterstrich die Dringlichkeit ihrer Aktualisierung. Die Aufstellung und Umsetzung der Maßnahmen seien nachhaltige Investitionen. Eine frühzeitige und umfassende Einbeziehung der Bürger*innengesellschaft  und der relevanten Akteure sei unerlässlich.

Zur Frage, wie Stadtplanung auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren kann, gab  Professor Dr. Lutz Katzschner grundsätzliche und anwendungsorientierte Aussagen. So wies er darauf hin, die Bedeutung  von Belüftungsstrukturen und  die thermischen Wechselwirkungen in der Planung zu berücksichtigen. Innerstädtische  Grünflächen und eine vertikale Begrünung von Gebäuden könnten das Stadtklima wesentlich verbessern und sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden der Bewohner*innen auswirken.

Prof. Dr. Stefanie Bremer von der Uni Kassel beleuchtete die Möglichkeiten und Herausforderungen für eine nachhaltige Mobilität in Städten. Verkehr funktioniere nur im Netz. Die historische Stadt sei immer Teil eines Siedlungsraumes und eines Verkehrsnetzes  und müsse  als solche  geplant und gestaltet werden. Wichtig sei daher, zwischen Bewohnenden ,Geschäftsbetreibenden und Besucher*innen einen breiten Konsens  hinsichtlich der Mobilitätsplanung in historischen Stadtbereichen zu erzielen.

Die Frage „Wie findet ein umweltfreundlicher Lebensstil in der Stadt ein Zuhause“ beantworteten  Dipl.-Ing. Lisa Nieße und  Dipl.-Ing. Kirsten Klehn vom Planungsbüro Plan-Zwei aus Hannover.  Die Umwandlung von Innenstadtbereichen in attraktive multifunktionale Räume biete neue Möglichkeiten für die Stadtentwicklung. Es könnten verschiedene Nutzungen für die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Erholung entstehen. Produzierendes Gewerbe, Einzelhandel und Dienstleistungen fänden sich dort gleichermaßen wie Wohnungen, Gastgewerbe und Freizeitangebote. Die Innenstadt müsse so neu programmiert werden, um als attraktiver und lebendiger Ort erhalten zu bleiben.

In der Mittagspause gab es Ausschnitte aus dem Live-Stream-Konzert zum 25. Jubiläum der Neuen Celler Jazz Initiative e.V. des bekannten Jazzsextets WAS NUN.

Die Leiterin der vhs, Liliane Steinke, moderierte nicht nur die Vorträge, sondern auch die lebhafte Abschlussdiskussion. Die Beiträge im Chat sichtete Anne Bonfert, Geschäftsführerin der Stiftung Leben& Umwelt.

Der Corona-Pandemie zum Opfer fiel der für den Nachmittag  geplante Rundgang „Bauen mit Luft und  Licht-Ist Otto Haeslers Siedlungsbau noch zeitgemäß?“  unter der Führung der Kunsthistorikerin  Meggie Hönig. Er wird am 27. Juni  2021 nachgeholt. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr am Glagenberg13 -gegenüber dem Haesler-Museum.. Anmeldungen  unter anmeldung(at)vhs-celle oder mit postalischer Adresse unter der Kurnummer CE1230.

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