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„Sonnenfinsternis am CGH“

HERMANNSBURG. Am Donnerstag, 10. Juni, fand zur Mittagszeit eine partielle Sonnenfinsternis statt, die die Schülerinnen und Schüler des Christian-Gymnasiums begleitet von der Astronomie-AG der Schule gemeinsam auf dem Schulhof beobachten konnten.

Eine Sonnenfinsternis tritt auf, wenn der Neumond von der Erde aus gesehen einen Teil der Sonne verdeckt. Stehen die drei Himmelskörper für den Beobachter genau in einer Reihe, dann spricht man von einer totalen Sonnenfinsternis. Wie viel von der Sonne durch den Mond verdeckt wird, hängt aber auch von der eigenen Position auf der Erdoberfläche ab. Die letzte totale Sonnenfinsternis, die von Deutschland aus beobachtet werden konnte, fand daher im Jahr 1999 statt, die nächste werden wir dann erst 2081 erleben.

Partielle Sonnenfinsternisse, bei denen nur ein Teil der Sonne verdeckt wird, sind dagegen viel häufiger. Die letzte fand nun am vergangenen Donnerstag statt. Besonders war dabei, dass diese Finsternis auch in nördlicheren Breiten sehr gut zu sehen war. Über einen Zeitraum von knapp zwei Stunden konnte man den Mond zur Mittagszeit über die Sonne ziehen sehen.

Die Astronomie-AG des Christian-Gymnasiums hatte für die Schulgemeinschaft dazu Beobachtungsmöglichkeiten auf dem Schulhof vorbereitet. Projiziert auf einen Schirm oder durch Lochkameras konnte das Himmelsereignis von vielen Schülerinnen und Schüler gemeinsam beobachtet werden. Ein spezieller Sonnenfilter erlaubte es auch, die Finsternis durch ein Teleskop zu filmen. Vorsichtsmaßnahmen sind dabei nötig, da bereits ein kurzer ungeschützter Blick auf die Sonne durch ein Teleskop oder ein Fernglas das Augenlicht schwer beschädigen kann. Das konnten die Schülerinnen und Schüler an einer Mitmach-Stationen auch direkt selbst eindrucksvoll ausprobieren: Selbst eine einfache Sammellinse aus einer Lupe genügt, um mithilfe der Sonne ein Papier zu entzünden.

Wer das Himmelspektakel dieses Mal verpasst hat, muss sich noch bis zum Herbst 2022 gedulden, dann wird es die nächste partielle Sonnenfinsternis geben.

Julia Bienert
Fotos: J. Bienert






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