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Schnelles Netz für ganz Celle – Deutsche Glasfaser und Stadt schließen Kooperationsvertrag

CELLE. Schnelles Internet für das gesamte Stadtgebiet, das ist erklärtes Ziel der Verwaltung. Doch auch wenn Celle zumindest in Sachen nomineller Verfügbarkeit von Bandbreiten weitgehend überdurchschnittlich versorgt ist, kommt dennoch bei so manchem Endgerät der Nutzer noch immer zu wenig an. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass vor Ort zwar Bandbreiten von bis zu 400 Mbit/s und mehr erreicht werden, sich aber mehrere Nutzer diese als sogenannte Shared Mediums teilen. Im täglichen Betrieb ergeben sich daraus ein Umfang, der deutlich unter den nominellen Werten liegt. Auch aufgrund der Entwicklungen auf dem Techniksektor, beim Webdesign, den zunehmenden digitalen Angeboten, drohen die verfügbaren Bandbreiten künftig knapp zu werden.

Wollen schnelles Internet für ganz Celle (von links): Marcel Büter, Kooperationsmanager Deutsche Glasfaser, Erster Stadtrat Thomas Bertram, Alexander Stange, Key Account Manager Deutsche Glasfaser und Ansprechpartner für Unternehmen, und OB Dr. Jörg Nigge.

Aktuelles Beispiel ist die Corona-Pandemie, wo durch Homeoffice oder Homeschooling sich an vielen Stellen deutliche Kapazitätsgrenzen zeigten. „Wir haben gerade in der Pandemie gemerkt, dass Deutschland hier leider noch großen Entwicklungsbedarf hat. Auch deshalb haben wir als Stadt die Initiative ergriffen und nach einem Unternehmen gesucht, mit dem wir uns auf den Weg machen können“, sagt Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge. „Da wir – wie eingangs erwähnt – in Celle recht gut ausgestattet und zudem nicht eben eine Großstadt sind, haben uns die großen Anbieter bis dato nicht unbedingt auf ihrer Landkarte.“ Dem wird nun Abhilfe geschaffen.

„Ich freue mich, mitteilen zu können, dass wir uns auf der Zielgeraden befinden. Denn Ende des Monats unterzeichnen wir einen Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser“, teilt Nigge mit. Zuvor hatte die Verwaltung Gespräche mit mehreren Anbietern geführt. Die Deutsche Glasfaser hat dabei überzeugt. Die Vorteile fasst der OB wie folgt zusammen: „Enger Zeitplan, guter Kapitalhintergrund, massive Marketing- und Vertriebsressourcen, schnelle Organisation einer Nachfragebündelung und bei Erreichen der nötigen Abnehmerquote, ein entsprechend zügiger Ausbau.“ Wenn alles nach Plan läuft, könnte bereits Ende 2023 das ganze Stadtgebiet entsprechend versorgt werden. Das Glasfaser-Verfahren garantiert durch die direkte Anbindung an Gebäude Bandbreiten bis zu 1GBit/s.

Die Vermarktung beginnt in Kürze, das heißt im August dieses Jahres. „Celle ist für uns eine wichtige Ausbauregion, daher freuen wir uns zeitnah mit diesem Projekt zu starten, um die Stadt zukunftsfähig zu machen“, betont Christian Morag, Projektmanager bei Deutsche Glasfaser.

Voraussetzung für ein erfolgreiches Unterfangen ist, dass sich eine ausreichende Zahl an Kunden findet, die von dem Angebot Gebrauch machen möchten. Das Unternehmen organisiert die Vorvermarktung in drei Phasen. Wenn innerhalb einer Phase die 40-Prozent-Quote erreicht ist, wird ausgebaut und es schließt sich die Vermarktung der nächsten an. Wird die Quote nicht erreicht, führt das zum Abbruch der Maßnahmen.

Phase 1: Boye, Groß Hehlen, Klein Hehlen, Vorwerk, Altenhagen, Lachtehausen, große Teile von Westercelle, Altencelle, Burg, Osterloh, südliche Blumlage.

Phase 2: südliche Teile von Neustadt-Heese, nördliche Teile Westercelle, große Teile Hehlentor.

Phase 3: Altstadt, Neuenhäusen, Neustadt, nördliche Blumlage, Restflächen Heese und Hehlentor.

Ausgenommen sind die Gebiete, die bereits durch die SVO und den Eigenbetrieb Breitband Landkreis Celle ausgebaut sind oder an der Schwelle dazu stehen.

„Als familienfreundliche Stadt, die dabei auch Bildung, Arbeitsplätze und damit das Gewerbe im Blick hat, ist es unsere Aufgabe, auch in Sachen Telekommunikationsinfrastruktur zukunftsfähig zu sein. Die Deutsche Glasfaser hat bereits mit der erfolgreichen Erschließung in Hambühren bewiesen, dass sie es kann. Demgemäß bin ich optimistisch, dass wir unser gestecktes Ziel in den nächsten zwei Jahren erreichen“, so Nigge abschließend.

PR
Foto: Stadt Celle





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