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„Unterlüß sitzt auf einem Pulverfass. Was ist in der Nacht vom 9. auf den 10 Nov. wirklich passiert? Rheinmetall muss die Rüstungsproduktion stoppen, denn Krieg beginnt hier!“

UNTERLÜß. Die Friedensaktion Lüneburger Heide lädt zur Mahnwache, am Sonntag 14. November 2021 um 14:00 Uhr, vor dem Haupteingang von Rheinmetall in Unterlüß ein und meldet sich aktuell zu dem Ereignis bei Rheinmetall zu Wort:

„Wenige Stunden, nachdem im ganzen Land feierlich an die Novemberpogrome von 1938 mit dem Höhepunkt am 9. November gedacht wurde, die durch deutsche Militaristen und Faschisten veranstaltet wurden, fliegt in einer der größten Rüstungsbetriebe in der Bundesrepublik ein Bunker mit Munition in die Luft. Rheinmetall war im faschistischen Vernichtungskrieg dabei und hat glänzend am Tod verdient. Waffen und Munition dieser
Firma sind heute überall in der Welt für Tod und Verderben mitverantwortlich. Und nun zeigt sich, dass der Ort Unterlüß und vermutlich die ganze Region auf Bomben sitzt, die in die Luft gehen. Die tollen Arbeitsplätze der Rüstungsfirma sind nicht gut, sondern brandgefährlich. Mord und Zerstörung war nicht nur im 2. Weltkrieg, sondern findet heute in der ganzen Welt auf jedem Kriegsschauplatz statt und eben auch unmittelbar vor unserer Haustür.

Wir fordern Politik und Behörden auf, der Sache auf den Grund zu gehen – und auch
folgende Fragen zu beantworten:

  • Ist uranangereicherte Munition, deren Produktion auch in Unterlüß vermutet wird, in
    den Vorfall involviert?
  • Wie sieht es mit Waffen- und Munitionsversuchen aus, die den Bereich des
    Chemiewaffenverbotes tangieren?

Aber auch die Öffentlichkeit ist gefordert. Wir appellieren an Medien, Kirchen und gesellschaftlichen und politischen Organisationen und Parteien:

  • Seid aufmerksam, kritisch und stellt die entscheidenden Fragen!
  • Was nützt die Diskussion um Klimaschutz, wenn die gefährliche Waffenproduktion und der Einsatz dieser Waffen dabei außen vor bleiben.
  • Waffenproduktion und Krieg sind die größten Umweltzerstörer!

DGB- und ver.di-Funktionär H-D Charly Braun fordert: „Schluss mit dem weiteren Ausbau
der Rüstungsindustrie in Unterlüß und überall. Die Explosion bei Rheinmetall macht
überdeutlich, wir alle sitzen auf einem Pulverfass!“ Hans-Dietrich Springhorn, Mitglied im
Sprecher*innenkreis der Vereinigten der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA)
Niedersachsen ergänzt: „Produktion, Kriegstraining und militärische Auseinandersetzungen
bringen nicht nur Tod, Hunger und Elend, sondern sind auch die größten Klimakiller.“

(HDSp)“






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