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Erinnern – Verstehen – Verständigen: Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

MUNSTER. Bereits am 9. November startete die regionale Haus- und Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Munster. Gemeinsam mit rund 90 Soldaten sammelten der Bürgermeister der Stadt Munster, Ulf-Marcus Grube, und der Standortälteste, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, in der Stadt und den umliegenden Gemeinden. Insgesamt wurden knapp 10.000 Euro gespendet.

Traditionell im November

Die Zeit um den Volkstrauertag herum ist allgemein eine Zeit der Erinnerungen und des Gedenkens. Zu diesem Gedenken gehört auch die Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Nachdem die Sammlung im letzten Jahr Corona-bedingt nur in digitaler Form stattfinden konnte, machen sich die Sammler dieses Jahr wieder persönlich auf den Weg zu den Spendern. Bevor die rund 90 Soldaten starteten, stimmte General Ullrich Spannuth in einer kurzen Ansprache die Soldatinnen und Soldaten noch auf die besondere Aufgabe ein: „Der Volkstrauertag ist nicht nur für alte Leute, sondern soll insbesondere auch die jungen Menschen erinnern und ermahnen“. „Bewaffnet“ mit Spendendose, Handdesinfektionsmittel und Schutzmasken, verteilten sich die Spendensammler in ihre Sammelbereiche.

Akzeptanz in der Stadt der Lili-Marleen

Auch Bürgermeister Grube motivierte die Ausschwermenden: „Munster ist die Bundeswehr und die Bundeswehr ist Munster. Die Stadt und die Gemeinden sind Ihnen sehr zugewandt“. Davon konnten sich die Sammler schnell selbst überzeugen. „Die Reaktionen der Menschen in Munster sind sehr positiv und freundlich. Hier wird einem bewusst, dass Munster ein Soldatenstandort ist. Das kenne ich aus anderen Städten anders“, so Hauptfeldwebel Christian Kolbe. Die Spendendosen füllten sich rasch und mussten teilweise schon zum Mittag gegen leere ausgetauscht werden. So wurden in Munster und den umliegenden Gemeinden 9.827 Euro gespendet. Für die Sammler war es ein Erlebnis der besonderen Art. „Es geht nicht nur darum der gefallenen Soldaten und Zivilisten zu gedenken, sondern auch als Mahnung für die Zukunft.“ Damit verknüpfte Oberleutnant Stefan Müller die Hoffnung, dass solche Geschehnisse wie Kriege nicht mehr geschehen. Kolbe dient gemeinsam mit Müller in der Stabsfernmeldekompanie, diese gehört zur Panzerlehrbrigade 9.

Jeder Spender hat seine eigene Motivation

Eins haben alle Spender gemeinsam: Alle halten die Erinnerungskultur und die damit verbundene Spendenaktion für etwas sehr Sinnvolles. „Meine in den Kriegen verstorbenen und gefallenen Vorfahren sind meine Motivation zu spenden. Ich möchte, dass das Grauen und die Opfer nicht vergessen werden“, so Carsten Bubke. Bubke selbst war vor knapp 30 Jahren selbst Soldat und auch als Spendensammler unterwegs, seine zwei erwachsenen Kinder sind ebenfalls Soldat. Die diesjährige Sammlung wurde durch den Standortoffizier, Hauptmann Michael Zappe, gemeinsam mit Andrea Holz, der Kulturbeauftragten der Stadt Munster organisiert. Zappe hat diese Aufgabe nie als Pflicht empfunden. „Ich organisiere die Straßensammlung seit rund achtzehn Jahren. Es ist mir mehr eine Ehre als eine Pflicht, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen“, so der Standortoffizier. Spenden kann man für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auch über die Haus- und Straßensammlungen hinaus immer. Informationen dazu finden sich auf der Homepage des Volksbunds.

Thomas Rotter
Fotos: Thomas Rotter






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