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Der Landkreis hisst Flagge zum Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen.

CELLE. Nachdem die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Celle Bianka Lawin die Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Istanbul Konvention gemeinsam mit der Polizei und der Täterarbeit der Stiftung Linerhaus den neu gewählten Abgeordneten des Sozialausschusses vorgestellt hat, wurde die Flagge zum heutigen Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen gehisst. Der Sozialausschuss nimmt die Handlungsempfehlungen des Runden Tischens zur Umsetzung der Istanbul Konvenention zur Kenntnis.

Mark Wittenberg (Täterarbeit Stiftung Linerhaus, Bianka Lawin (Gleichstellungsbeauftragte LK Celle, Christian Riebandt (Polizei), Stefan Fleischer (Täterarbeit Stiftung Linerhaus))

Die Istanbul Konvention ist ein europäisches Abkommen, was in Istanbul geschlossen wurde, in dem sich Deutschland 2018 verpflichtet hat, Frauen und Mädchen umfassend vor Gewalt zu schützen. Seit Mai diesen Jahres gibt es eine deutliche Aufforderungen des Deutschen Städtetages diesen Vorgaben nachzukommen.

„Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren im Sinne der Istanbul Konvention. Jedoch gibt es nach wie vor ständige Finanzierungsprobleme, da es sich um sogenannte freiwillige Leistungen in der Verwaltung handelt. Die betroffenenen Institutionen sind auf Zuwendungen vom Land und den Kommunen sowie Spenden angewiesen, was die Arbeit erschwert. Es kann nicht sein, dass die Mitarbeitenden in diesem schwierigen Arbeitsumfeld prekär beschäftigt werden und die Projekte vom Aus bedroht sind gleichwohl das Abkommen der Istanbul Konvention verpflichtend umzusetzen ist“, führt die Gleichstellungsbeauftragte Bianka Lawin aus.

Zuletzt hat das Land Niedersachsen die Richtlinie zur Finanzierung der Frauenhäuser mit erheblichen Nachteilen für die Verweildauer von betroffenen Frauen, Finanzierung und Personalschlüssel der Frauenschutzhäuser auf den Weg gebracht. Die Sozialministerin Behrens war deswegen in den letzten Wochen massivem Widerstand der Landesarbeitsgemeinschaften der Frauenhäuser und der Gleichstellungsbeauftragten ausgesetzt. Die Frauenhausplätze sind nach wie vor nicht ausreichend, so dass immer wieder schutzsuchende Frauen abgewiesen werden müssen und das bereits vor der Corona Pandemie. Lawin forderte deswegen die Abgeordneten des Landkreises in der gestrigen Sitzung des Sozialausschusses auf, ensprechende Hilfsangbote in Zukunft finanziell verbindlich zu unterstützen. Christian Riebandt von der Polizei stellte auf Rückfrage die Zahlen dar und Stefan Fleischer von der Täterarbeit des Linerhauses machte deutlich wie unverzichtbar die Arbeit mit Männer ist, die Täter geworden sind.

Dirk-Ulrich Mende forderte die Gleichstellungsbeauftragte Bianka Lawin ausdrücklich auf, entsprechende Anträge an die Politik zu stellen. So sollen die Forderungen im nächsten Sozialausschuss im Februar konkretisiert werden.

PR
Foto: Christopher Menge






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