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„Der Fokus liegt auf dem ungeborenen Kind“ – Pränatalmediziner zu Gast in der Celler Stadtkirche

  • Celle

CELLE. „An den Grenzen des Lebens“ lautet der Untertitel der diesjährigen Vortragsreihe „Kirche trifft“ des Ev.-luth. Kirchenkreises Celle. Nach dem Auftakt zum Thema „Assistierter Suizid“ ist die Stadtkirche St. Marien am kommenden Mittwoch, den 18. Mai 2022 um 19:30 Uhr erneut Gastgeber für ein weiteres spannendes Thema: Dr. Robin Schwerdtfeger, Pränatalmediziner aus Hannover, wird über seine Arbeit berichten.

„Hauptsache gesund!? – Aspekte zur Pränataldiagnostik“ heißt der Vortrag, in dem Dr. Schwerdtfeger vor allem über den Schwangerschaftskonflikt sprechen wird, der mit seiner Arbeit einhergeht. Unter Pränataldiagnostik versteht man vorgeburtliche Untersuchungen, die Aussagen über bestimmte Krankheiten und Behinderungen des ungeborenen Kindes machen. Im Verlauf einer Schwangerschaft können bei Ultraschalluntersuchungen bestimmte Erkrankungen beim Kind erkannt werden.

„Bei unserer Arbeit legen wir den Fokus auf das ungeborene Kind“, sagt der 62-jährige Mediziner, der als junger Arzt in einem Frauenhaus hospitierte und dort für die Arbeit sensibilisiert wurde. „Gleichzeitig kümmern wir uns natürlich auch um die schwangeren Frauen und damit zeitgleich um zwei Individuen, die unzertrennlich miteinander verbunden sind. Das gibt es sonst nirgendwo anders in der Medizin.“

Ebenfalls medizinisch einzigartig sei der Umstand, dass Pränataldiagnostiker rechtlich dazu legitimiert seien, Leben zu beenden – „und zwar aktiv“. Ein Fall, der dann eintreten kann, falls sich die Mütter bzw. die Eltern dazu entscheiden, ihr Kind nicht zu bekommen, weil bei den Voruntersuchungen schwere Krankheiten oder Behinderungen festgestellt wurden. „Die daraus resultierenden Konflikte sind natürlich ein großes Thema“, sagt Dr. Schwerdtfeger, der auch darüber sprechen wird, wie bei der Behandlung seiner Patient*innen juristische und psychosoziale Beratung eine Rolle spielen.

Dr. Schwerdtfeger selbst studierte zunächst Orchestermusik und wechselte dann in die Medizin. „Eigentlich wollte ich Landarzt werden“, sagt er und konzentrierte sich schließlich doch auf Ultraschalltechnik und Pränataldiagnostik. Eine Tätigkeit, die sehr erfüllend sein könne, aber auch extrem belastend. Auch von diesem Zwiespalt wird der Mediziner berichten.

Der Eintritt zu seinem Vortrag in der Reihe „Kirche trifft“ ist kostenlos und beginnt am Mittwoch, den 18. Mai 2022 um 19:30 Uhr in der Stadtkirche St. Marien. Moderiert wird der Abend von Stadtkirchenpastor Volkmar Latossek. Für die musikalische Begleitung sorgt Maike Jensen am Klavier.

PR

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