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„Celler Bündnis gegen Preiserhöhung“: „Steigende Kosten sollen von Großkonzernen getragen werden“

  • Celle

Am Donnerstag, 29.09.22, machte das neu gegründete „Celler Bündnis gegen Preiserhöhung“ die erste Aktion auf dem Heeseplatz in Celle. Denn die Preise für Lebensmittel, Sprit und Wohnkosten steigen immer weiter an und es ist keine Besserung in Sicht. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Versammlung verteilten Flyer, um so mit Anwohnerinnen und Anwohnern über die aktuelle Preisexplosion, deren Probleme, Gründe und Lösungen zu diskutieren.

Zentral für das Bündnis ist dabei, dass die Last der momentanen wirtschaftliche Situation der steigenden Kosten von Menschen mit Millionen oder sogar Milliardenvermögen und Großkonzerne getragen werden sollte.

Eine Teilnehmerin ordnete die Betrachtung auf die Krisenentwicklung folgendermaßen ein:

„Wir sehen die momentane Entwicklung nicht als große Überraschung, sondern im Kontext von Kapitalismus. Denn Krisen sind in diesem System ein fester Bestandteil: die Corona-Krise hat für einige Unternehmen riesige Gewinne bedeutet, Politikerinnen und Politiker haben sich bereichert und für die einfacheren Arbeiterinnen und Arbeiter im Gesundheitssektor gab es nur ein Klatschen.

In der aktuellen Krise durch den Ukrainekrieg bereichern sich auch wieder Energie- und Rüstungsunternehmen, während der einfachen Bevölkerung das Wasser bis zum Hals steht. Und die Klimakrise wird weitestgehend ignoriert, denn die momentanen Folgen tragen vor allem Menschen im globalen Süden – und das sind nicht die Reichen.“

Diese Ausgangslage hat das Celler Bündnis gegen Preiserhöhung zum Anlass genommen, um mit Menschen darüber ins Gespräch zu kommen. „Wir können und wollen diese Preiserhöhungen nicht ertragen. Einige arbeiten 40 Stunden die Woche und haben am Ende des Monats trotzdem kein Geld mehr – das ist doch absurd. Und andere Menschen besitzen Milliarden – die sollen das zahlen, denn diese bereichern sich auch an den Krisen“, forderte ein anderer Teilnehmer.

Laut dem Bündnis sind Migrantinnen und Migranten, (ältere) Frauen, Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner und viele mehr massiv von der aktuellen Situation betroffen. Das Bündnis betont, dass es wichtig sei, sich nicht spalten zu lassen – denn auch wenn die Auswirkungen vielleicht unterschiedlich sind, seien die Profiteure der Krisen das Problem.

Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt Druck auf der Straße aufzubauen, denn durch entschlossene Proteste ließen sich Forderungen wie ein Preisdeckel, eine Übergewinnsteuer und eine Erhöhung der Mindestlöhne durchsetzen. Aber generell sei klar, dass sich an den Verhältnissen grundsätzlich etwas ändern müsse.

„Fakt ist, die Preiserhöhung kommt nicht einfach so, sondern die Unternehmen schrauben die Preise immer weiter hoch – weil sie es können. Denn im Kapitalismus geht es immer um Gewinnmaximierung und nicht um die Menschen oder die Natur“, heißt es in dem Flyertext des Bündnisses.

Es sind, wie auch in vielen anderen Städten, auch in Celle weitere Proteste und Aktionen geplant. Weitere Informationen unter preise-runter.org

PR
Fotos: Charly Rinner

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