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Inflation, Tierhaltung und Klimawandel: Darauf achten die Deutschen beim Einkauf!

Während immer mehr Deutsche nicht wissen, wie sie ihre Familie bei steigenden Preisen ernähren können, gibt das Bundesministerium für Bevölkerungsschutz Tipps zur Vorratslagerung von Lebensmitteln in Krisen. Als wären das nicht genug Gründe zur Sorge, erinnern Hitzesommer und Starkregen daran, dass unser Konsum den Klimawandel befeuert. Die Vergleich.org-Redaktion hat herausgefunden, was den Deutschen beim Einkauf wichtig ist und gibt Tipps, worauf Verbraucher*innen achten sollten.

  • Auf Platz 1: Preis! Die Deutschen zeigen es deutlich: 51,7% achten am meisten auf den Preis. Die Vergleich.org-Redaktion zeigt, wie Verbraucher*innen kräftig sparen können, ohne auf Geschmack und Qualität zu verzichten.
  • Auf Platz 2: Tierhaltung! 16,0% der Befragten achten am meisten auf die Tierhaltung, doch bei genauerer Betrachtung hat das Tierwohllabel noch Lücken.
  • Auf Platz 3: Bio-Qualität! Für 14,4% der Teilnehmer*innen ist Bio-Qualität das Wichtigste beim Einkauf. Vergleich.org erklärt, was hinter den Bio-Siegeln steckt.
  • Auf Platz 4: Marke! 8,4% der Deutschen ist die Marke beim Einkauf am wichtigsten. Dabei lohnt sich eine kurze Recherche, um sicherzugehen, dass die bevorzugte Marke tatsächlich das bietet, wofür sie steht.
  • Auf Platz 5: Vegetarisch / Vegan! 4,9% der Befragten wollen, dass die Produkte vegetarisch oder vegan sind. Wem die Vorstellung, auf vegetarische oder vegane Ernährung umzusteigen, noch schwerfällt, erklärt die Vergleich.org-Redaktion, wie der Umstieg leichter wird.

Berlin – Für über 38 Millionen Deutsche, die im Jahr 2021 mehrmals pro Woche Lebensmittel oder Getränke für den Haushalt eingekauft haben, wird die Wahl des passenden Produkts immer schwieriger. Während die Preise steigen, werden ethische Aspekte wie Bio-Qualität und Tierhaltung vielen Konsument*innen Tag für Tag bewusster. Die Vergleich.org-Redaktion hat gefragt, was den Deutschen beim Lebensmitteleinkauf am wichtigsten ist.

Auf Platz 1: Preis!

Das Umfrageergebnis zeigt deutlich: Die Deutschen achten auf den Preis. 51,7% der Befragten geben an, dass ihnen beim Einkauf von Lebensmitteln der Preis am wichtigsten ist – kein Wunder bei einer Inflationsrate von 10% und einer Teuerung der Lebensmittelpreise von 18,7%! Die Vergleich.org-Spartipps für alle Schnäppchenjäger*innen:

  1. Auf Produkte achten, die kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) stehen und deswegen runtergesetzt sind. Teilweise halten Produkte noch über ein Jahr länger als auf dem MHD angegeben.
  2. Wer zu NoName- oder NoLabel-Produkten greift, spart bei jedem Einkauf. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät, dass sich in Markenprodukten nicht automatisch hochwertige Lebensmittel verstecken.
  3. Selbstgemacht schmecken die meisten Produkte sowieso am besten! Wer etwas Zeit investiert, kann mit wenigen, günstigen Zutaten leckere Gerichte zaubern. Wer selbst kocht, spart nicht nur Geld, sondern auch unnötige Zusatzstoffe, Transportwege und Verpackungen.

Auf Platz 2: Tierhaltung!

16,0% der Befragten geben an, dass Tierhaltung das Hauptkriterium ihres Einkaufs sei. Wer tierische Produkte kauft, muss demnach auf die Kennzeichnung der Haltungsform vertrauen.

Die aktuelle Kennzeichnung, bei der die Haltungsform der in Produkten verarbeiteten Tiere in vier Stufen eingeteilt wird, bietet Verbraucher*innen eher eine grobe Ahnung, als einen tatsächlichen Überblick über das Leben der Tiere.

Die Kennzeichnung ist derzeit (Stand: Oktober 2022) nicht verpflichtend und demnach auch nicht auf allen Produkten vorhanden. Zudem sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Haltungsstufen enorm gering.

Somit fehlt bislang eine einheitliche, transparente Kennzeichnung zur Tierhaltung. Wer auf Tierhaltung achtet, kann sich stattdessen an Bio-Siegeln orientieren, deren Kriterien stets auch Vorgaben zur Tierhaltung beinhalten, die den Tieren tatsächlich eine artgerechtere Haltung bieten.

Auf Platz 3: Bio-Qualität!

Bio-Qualität ist für 14,4% der Befragten das wichtigste Einkaufskriterium. In Deutschland sind Bio-Produkte meistens mit dem EU-Biosiegel (weiße Sterne auf grünem Grund) gekennzeichnet.

Voraussetzungen für das Bio-Siegel sind unter anderem der Verzicht auf chemische Düngemittel, artgerechtere Haltungsformen ohne präventive Antibiotika-Gabe sowie das Verbot von Süßstoffen, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern.

Vorsicht Falle: Neben dem EU-Biosiegel sind viele Produkte zudem mit dem sechseckigen deutschen Bio-Siegel gekennzeichnet. Dieses ist veraltet und sagt das gleiche aus, wie das EU-Siegel.

Neben dem Bio-Siegel finden Verbraucher*innen im Supermarkt zahlreiche Siegel anderer Initiativen. Diese sind teilweise aussagekräftig und stellen deutlich höhere Standards an die Produkte als das EU-Siegel, andere dienen wiederum lediglich dem Marketing und bezeugen kaum mehr als eine gesetzestreue Herstellung.

Fazit der Redakteurin: “Wer auf Bio-Qualität setzt, sollte sich genau über die verschiedenen Siegel informieren, da diese sich stark voneinander unterscheiden.“

Auf Platz 4: Marke!

Für 8,4% der Befragten ist die Marke des Produkts das wichtigste Kaufkriterium. Marken haben eine enorme Wirkung: Wer einer Marke vertraut, dass sie die besten Produkte produziert, greift beim Einkauf schnell zu.

Dabei stecken hinter unzähligen Marken im Supermarkt nur wenige Großkonzerne, die eine Auswahlmöglichkeit suggerieren: Seit mehreren Jahren taucht im Netz immer wieder die Grafik “The illusion of choice” auf. Sie zeigt eine Auswahl der größten Lebensmittelkonzerne mit ihren Tochterfirmen und Beteiligungen.

Zwar ist die Grafik nicht mehr ganz aktuell, dennoch gibt sie einen eindrucksvollen Einblick in das Konstrukt, welches hinter der vermeintlichen Auswahlmöglichkeit im Supermarkt steckt. Dazu kommt, dass hinter vielen vermeintlichen No-Name-Produkten oft der Markenhersteller selbst steckt.

Wer auf Marken vertraut, sollte hinterfragen, ob die jeweilige Marke tatsächlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und bei Unsicherheiten genauer nachforschen.

Auf Platz 5: Vegetarisch / Vegan!

4,9% der Umfrageteilnehmer*innen suchen beim Einkauf nach vegetarischen und veganen Produkten. Der bekannteste Hersteller von Fleischersatzprodukten verkaufte nach eigenen Angaben im Jahr 2021 erstmals mehr vegane und vegetarische Produkte als Fleisch- und Wurstwaren. Doch noch immer zweifeln viele, ob der Umstieg auf vegetarische oder vegane Produkte klappen kann. Die Vergleich.org-Redaktion empfiehlt, sich am Anfang keine zu hohen Ziele zu setzen, denn schließlich zählt in der Gesamtbilanz jedes eingesparte Tierprodukt. Wer weniger Tierprodukte

konsumieren will, vereinfacht den Verzicht mit einem Bewusstsein über die Motivation: will ich meine Umweltbilanz verbessern, Tiere schützen oder mich bewusster ernähren?

Je nach Motivation kann sich die Herangehensweise unterscheiden: Wer die Umweltbilanz verbessern oder Tiere schützen will, kann zum Umstieg vermehrt auf Ersatzprodukte zurückgreifen. Für das Soja, aus dem Fleischersatzprodukte hergestellt werden, wird übrigens kein Regenwald abgeholzt.

Wer sich vor allem bewusster ernähren will, kann sich mit neuen Rezepten an frischem Gemüse, Hülsenfrüchten und Kräutern austoben. Nur eines kann vegane Ernährung nur bedingt: vegane Fertigprodukte führen nicht automatisch zu einer schlanken Figur, dafür müssen auch Veganer*innen auf Inhaltsstoffe achten und frisch kochen.

vergleich.org

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