100 Jahre Neustadt-Altenhäusener-Kaffeeschwestern
In diesem Jahr besteht der Verein der „Neustadt-Altenhäusener-Kaffeeschwestern“ 100 Jahre. Fast wäre dieses Jubiläum noch in Vergessenheit geraten. Dieses Jubiläum wurde gemütlich und gesellig im Restaurant Mediterrano begangen.
Der Verein besteht seit 1922, da hatten einige der Neustädter Frauen die Idee, sich einmal im Monat zu treffen und die Institution Neustadt-Altenhäusener-Schützenschwestern war geschaffen. Schießen für Frauen war noch kein Thema, das war nicht unbedingt schicklich, auch das Wort Emanzipation, damals hieß es Frauenbewegung, wurde noch ganz klein geschrieben. Die 1. Vorsitzende war Frau Köhler, ihr folgte bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges Frau Aselmann.
Vieles aus dieser Zeit ist nicht überliefert, es ging auch damals darum, genau wie heute, Kontakte und Freundschaften zu pflegen. Kurz nach dem Krieg durften die Schützen wieder aktiv werden, unter strengen Auflagen. Auch die Kaffeeschwestern trafen sich wieder. Frau Sannemann wurde Vorsitzende, ihr folgten Frau Peker, Frau Kramer, Frau Wagner, Frau Heers, Frau Thierling und last but not least ab 2016 Frau Dratius. Die Nachkriegszeiten waren für den Verein goldene Jahre. Im Schützen-verein Mitglied zu sein war „IN“.
Wenn sich auch in der Zwischenzeit im Vereinsleben einiges geändert hat, so sind die Frauen doch vom Hauptverein immer noch unabhängig, aber dennoch in enger Anbindung. Von den langjährigen Aktivitäten sind das monatliche Kaffeetrinken, das Kränze-Binden, die Königinnen-Kaffeetafel mit den neuen Königinnen und unsere schönen festlichen Weihnachtsfeiern geblieben.
In der Corona-Zeit mussten die angedachten Fahrten abgesagt werden. So fanden die letzten im Jahr 2019 am 1.02. zum Bäckerkarneval nach Walsrode und am 14.06. zum Rosarium in Sangershausen statt. Auch das Spargelessen auf dem Spargelhof Heuer im Juni fand großes Interesse. Gerne ging es auch in das Seniorenkino in der Alten Exerzierhalle in Celle. Das war dann nach dem „letzten“ Frühstück in der Heideblüte in Ovelgönne am 10.03.2020 alles nicht mehr möglich.
„Wenn auch zwischenzeitlich wieder eine gewisse Normalität eingetreten ist, ist es nicht mehr so, wie es mal war. Man tut sich doch etwas schwer.
Aber wir freuen uns immer noch auf unsere Nachmittage, die jetzt wieder regelmäßig am ersten Dienstag im Monat stattfinden. Zur Zeit hat der Verein 24 Mitglieder im Alter zwischen 55 und 97 Jahren“, so Barbara Dratius.
Barbara Dratius
Foto: Barbara Dratius
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