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Aufklärung zum Thema Efeu

Vielerorts sieht man es: Efeu, ob als Bodendecker, Beipflanzung in Trögen und Töpfen, als grünen Zaun oder hochgewachsen in Bäumen. Oft sieht man Efeu an knorrigen alten Eichen hochwachsend, denn in den tiefen Rillen der Baumrinde kann es sich mit seinen Haftwurzeln gut festhalten und klettert so den Stamm bis in schwindelerregende Höhe empor. In der Höhe angekommen legt es sich dann wie ein Mantel um die Kronenäste und lässt den Baum auch im Winter grün erscheinen. Manch einer hat nun Angst um seinen Baum der mit Efeu bewachsen ist und möchte am liebsten die Axt ansetzen (oder hat es schon getan) um dem Efeu die zuweilen armdicken Triebe zu durchtrennen. Den Baumbesitzer treibt die Furcht um, dass das Efeu seinen imposanten Baum zerstören könnte.

Aber STOP. Indem das getan wird, wird mehr zerstört als gerettet. Es ist ein immer noch weit verbreiteter Irrtum, dass Efeu Bäume schädigt oder abtötet. Diese Angst ist jedoch unbegründet. Lediglich junge oder schwache Bäume können unter dem Bewuchs des üppig wachsenden Efeus zugrunde gehen indem es sie überwuchert. Der Baum dient dem Efeu lediglich als Rankhilfe, an dessen grober Rinde seine Haftwurzeln Halt finden um den Weg nach oben zu erklimmen zu können. Das Efeu selbst entzieht dem Baum weder Wasser noch Nährstoffe. Zahlreiche Tierarten profitieren von dem Efeubewuchs. Es dient als Unterschlupf für zahlreiche Insekten oder als Zufluchtsort, Nachtquartier und Brutmöglichkeit für Vögel. Da das Efeu erst Ende August/ Anfang September blüht (es blüht allerdings erst in der Alterungsphase mit ca. 15 bis 20 Jahren), dient es so als späte Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und Co. Die Früchte sind beliebt bei Amseln und Drosseln und wertvolles Winterfutter in einer Zeit, in der für sie Schmalhans Küchenkost ist. Das setzt allerdings voraus, dass das Efeu im Laufe seines Lebens nicht zu stark beschnitten wurde oder besser gar nicht beschnitten wird, um in diese Alterungsphase zu kommen.

Das Efeu gehört sicherlich nicht an eine Hauswand gepflanzt und es sollte dort auch nicht von selbst hochranken, um sich, oben angekommen, wie ein Teppich auf das Dach zu legen. Die Haftwurzeln des Efeu können über kleinste Spalten und Risse in die Fugen und das Mauerwerk eindringen, die dann mit Hilfe von Feuchtigkeit und Väterchen Frost unter Umständen gesprengt werden. Die Triebe können unter die Ziegel wachsen und diese verschieben, sodass eine Dichtigkeit des Daches nicht mehr gegeben ist. In der Natur allerdings sollte man es Bäume emporwachsen lassen. Das ist nicht nur nett anzusehen, es ist auch ökologisch wertvoll.

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Foto: bertvthul / Pixabay

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