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Führung über den Jüdischen Friedhof in Celle

  • Celle

Schüler und Lehrer des Gymnasiums Ernestinum haben am vergangenen Sonntag eine öffentliche Führung über den Jüdischen Friedhof (Am Berge / Hügelstraße) für die interessierte Bürgerschaft Celles und des Celler Landkreises veranstaltet, die mit ca. 70 Besuchern an den großen Erfolg der vorherigen Führung am 3. Oktober anknüpfen sollte und konnte. An der Führung nahmen auch Bürgermeister Klaus Ditschies und als Vertreter des Landrates Charles M. Sievers teil.

Zu Beginn hob der Hebräisch-Lehrer des Ernestinums, Pfarrer em. Dr. theol. Dr. phil. Friedrich Erich Dobberahn, in einem Kurzvortrag „Wie man vom Genozid reden muss“ die Bedeutung des Grabsteins von Ribka (Editha) Rosenwasser für die Holocaust-Forschung hervor. Ribka Rosenwasser (1926-1945) gehörte zu den Überlebenden des ehemaligen KZs Bergen-Belsen und befand sich mit ihren Eltern und ihrer Schwester Eva zeitgleich mit Anne und Margot Frank in der Hölle des Lagers.

Danach gab Dobberahn eine allgemeine Einleitung zur Geschichte des Jüdischen Friedhofs von 1692 bis 1953. Der Hauptteil der Veranstaltung bestand darin, dass die Ernestiner Schüler sowie einige Lehrer anhand ihrer detaillierten und fachkundigen Informationen über die religiösen, historischen, kultur- und kunstgeschichtlichen Merkmale einzelner, besonders interessanter Grabstelen, mit den Besuchern ins Gespräch kamen. Dabei traten die Schüler der Hebräisch-AG auch mit bemerkenswerten Hebräisch-Kenntnissen hervor. Dobberahn schloss nach ca. zwei Stunden die Führung mit der Verlesung des Qaddisch-Gebetes für die Verstorbenen. Der stellvertretende Oberbürgermeister sowie der stellvertretende Landrat betonten in ihren Dankesworten die Wichtigkeit solch’ fortgesetzten schulischen Engagements und solcher Veranstaltungen als notwendige Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft.

Dr.Dr. Friedrich Erich Dobberahn
Fotos: Lars Wilko Martens, Johannes Habekost

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