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Verkrautung der Aller: Ruderer sagen Regatten ab und fordern nachhaltige Lösung

  • Celle

Seit einigen Jahren wird der Trainingsbetrieb der Wassersportler auf der Oberaller zunehmend durch vermehrtes Krautwachstum beeinträchtigt. Von Jahr zu Jahr ist für die Betroffenen mehr spürbar, dass dieses Phänomen keine Momentaufnahme darstellt, sondern ein dauerhaftes Problem, das vermutlich unter anderem eine Folge des Klimawandels ist.

Mit großem Bedauern nehmen die Celler Rudervereine daher zur Kenntnis, dass es trotz zahlreicher Gespräche und Initiativen auf verschiedenen Ebenen bisher nicht gelungen ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass im Bereich der Oberaller auf einer knapp 3000 Meter langen Strecke von der Pfennigbrücke aus Alleraufwärts weiterhin gefahrlos Wassersport betrieben werden kann. Die Rudervereine haben daher am Dienstagabend gemeinsam mit dem Vertreter des Onkologischen Forums, für das bei bisher vier Veranstaltungen dieser Art rund 120.000 Euro erlöst wurden, schweren Herzens die Entscheidung getroffen, die im September geplante Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ abzusagen. Gleiches gilt für die zwei Wochen später terminierte traditionelle Herbstregatta.

„Interessiert haben wir die Presseveröffentlichungen der vergangenen Wochen verfolgt und freuen uns über jede Unterstützung in dieser Angelegenheit“, sagt der Vorsitzende des Celler Rudervereins (CRV), Ulf Kerstan. „Zugleich sind wir enttäuscht, dass sich die zuständigen Stellen auf Landes- und kommunaler Ebene die Zuständigkeiten hin und her schieben. Darin sehen die Verantwortlichen der Celler Rudervereine eine Missachtung des ehrenamtlichen Engagements all derer, die sich in unterschiedlichen Positionen – vom Anfängertraining bis zur Organisationen von Veranstaltungen – in den Dienst der Sache stellen.“

Die jetzt im Raum stehende Möglichkeit einer Mahd im September und damit nach Ende der Vegetationsphase komme deutlich zu spät, um das Training der zumeist noch völlig unerfahrenen Rudern-gegen-Krebs-Teilnehmer risikolos gewährleisten zu können, so Kerstan. Die Herbstregatta wäre unter diesen Bedingungen zwar durchführbar, aber: „Wie im vergangenen Jahr sind wir der Meinung, dass Kosten und Aufwand einer solchen Maßnahme allein zu diesem Zweck in keinem vertretbaren Verhältnis zum Nutzen stehen.“ Aus diesem Grund war auch schon die letztjährige Traditionsveranstaltung, die seit 1958 durchgeführt wird, abgesagt worden.

Für die Zukunft des Wassersports auf der Aller sei es jetzt dringend erforderlich, eine nachhaltige Lösung zu finden, die es Ruderern und Kanuten ermögliche, ihren Trainingsbetrieb im Zeitraum von Mai bis Oktober mit möglichst geringen Beeinträchtigungen absolvieren zu können, so der CRV-Vorsitzende. Und das, ohne Jahr für Jahr aufs Neue in die Diskussion einzusteigen: „Wenn dies nicht gelingt, wäre das sehr bedauerlich, aber dann sollten alle Beteiligten auch so ehrlich sein zu sagen: Der in den vergangenen Jahren bis auf internationaler Ebene sehr erfolgreiche Wassersport in Celle hat keine Zukunft mehr!“ Kerstan verwies in diesem Zusammenhang auch auf Einschränkungen im Schulrudern, das zum Sportangebot aller allgemeinbildenden Gymnasien vor Ort gehört.

PR
Foto: Celler-Presse.de

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