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Junge Köpfe mit diplomatischem Geschick simulieren Konferenz des Sicherheitsrates am Ernestinum

  • Celle

Das Forum des Gymnasium Ernestinum verwandelte sich gestern in einen Schauplatz internationaler Diplomatie, als Schülerinnen und Schüler der Schule eine beeindruckende Simulation des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (UN) organisierten. Unter der Leitung der Model United Nations-AG (MUN-AG) trafen sich über 80 engagierte junge Diplomaten des 11. Jahrgangs, um über das diesjährige Thema, dem Einsatz von Kindersoldaten, zu debattieren und eine Resolution zu verabschieden.

Der Sicherheitsrat, der normalerweise mit erfahrenen Diplomaten besetzt ist, wurde am Ernestinum unter dem souveränen Vorsitz von Jendrik Wüst (11GF) zu einer Plattform für rege, auch von Sachverstand und Empathie geprägte, Diskussionen. Generalsekretär Anton Biermann appellierte auf Grund der prekären Lage von Kindern in Konfliktgebieten eindringlich an die Delegierten, „hier heute eine Resolution zu verabschieden, die unseren Kindern eine Brücke zu einem besseren Leben baut“.

Die jungen Vertreter von 15 Nationen entwickelten und debattierten Lösungsansätze gegen die Rekrutierung Minderjähriger, ihre Ausbeutung in Konfliktsituationen und die psychischen und physischen Folgen, die Kindersoldaten durchleben müssen. Sie analysierten nicht nur die politischen und finanziellen Hintergründe, sondern bemühten sich auch um einen ganzheitlichen Ansatz, der Bildung, Aufklärung und internationale Zusammenarbeit miteinbezog. In Vorbereitung auf die Debatten verfasste alle Delegationen eigene Positions- und Arbeitspapiere, welche als Vorlage der Resolution vor Ort beschlossen wurden. Dabei stellten sie Positionen sowohl der Veto-Mächte wie den USA und Russland als auch kleinerer Staaten wie Gabun und Albanien sowie nicht-staatlicher Akteure wie das Rote Kreuz dar.

„Es war faszinierend zu sehen, wie engagiert und einfallsreich diese jungen Menschen sind“, sagte Frau Becker, Lehrerin und Betreuerin der MUN-AG am Gymnasium Ernestinum. „Sie haben bewiesen, dass sie nicht nur ihre eigenen Interessen vertreten können, sondern auch eine Stimme für diejenigen erheben können, die keine haben.“

Die Idee, an der eigenen Schule eine solche Konferenz nachzustellen, entstand durch die Teilnahme an anderen MUN-Konferenzen. Bereits Ende April nahmen engagierte Schülerinnen und Schüler an der alljährliche Model United Nations Schleswig-Holstein (MUN-SH) im Kieler Landtag teil. Unter dem Motto „Eine Welt auf Augenhöhe – Strukturelle Ungerechtigkeiten überwinden“ simulierten Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren aus der ganzen Welt die Arbeit der Vereinten Nationen. Diese Konferenzen bieten interessierten Schülerinnen und Schülern eine einzigartige Möglichkeit, sich mit globalen Themen auseinanderzusetzen, komplexe politische Prozesse zu analysieren und aktiv zu werden. Durch ihre Teilnahme an solchen Veranstaltungen entwickeln sie nicht nur ihre Fähigkeiten in den Bereichen Kommunikation, Diplomatie und Teamwork weiter, sondern werden auch zu verantwortungsbewussten globalen Bürgern.

Die von den Ernestinern erarbeitete Resolution soll abschließend mit der Resolution des (echten) Sicherheitsrates verglichen werden.

Svenja Becker

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