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Nachruf: „Ein großer Verlust für den Boule-Sport“

„Conny wünscht sich fröhliche, bunte Farben – gerne auch im Bouledress.“ Und die Boule-Spielerinnern und Spieler haben den Wunsch respektiert. Es war eine bunte Schar in der Friedhofkapelle Bergen am 25. Juli: Trauergäste von Boule Bergen und des TuS Hermannsburg in Grün und Blau. Rote Shirts von Frauenpower, die Lohheider in Orange, bordeauxrote Shirts der Bouler der Bürgerstiftung, Westercelle in Schwarzgrau, andere Spieler und einige Celler waren „in Zivil“ da. Alle waren gekommen, um sich ein letztes Mal vor Conny van der Borst zu verneigen, der so viel für den Sport mit den drei Eisenkugeln getan hat.

Conny war sozusagen hoch infektiös. Seit 2016 die erste Boule-Bahn in Bergen gebaut worden war, hat er sich in seiner unnachahmlich charmanten Art um die Sportler, die Bahn und den geselligen Aspekt des Sportes gekümmert. Er hat die Stadtmeisterschaft Bergen organisiert und das sogenannte Ranglistenturnier, an dem neben allen Bergener Stadtteilen auch Mannschaften aus Hermannsburg, Celle und Westercelle teilnehmen durften.

Die Bürgerstiftung Bergen hat sein Engagement 2021 mit dem Ehrenamtspreis gewürdigt. Durch seine Initiative haben sich viele Menschen kenngelernt, die sich sonst nicht getroffen hätten. Im Frühsommer, als es Conny schon sehr schlecht ging, hat er sich immer noch zu den Spielen fahren lassen. Er saß im Rollstuhl am Rande der Bahn, neugierig auf Verlauf und Ausgang der Spiele, aber das Gespräch mit den Anwesenden war ihm wichtiger geworden. Er wusste, dass er von allem und von allen Abschied nehmen musste.

Conny, geboren 1946 als ältestes von zehn Kindern im niederländischen Terheijden, kam 1968 nach Deutschland und war seit 1994 mit seiner Frau Martina in zweiter Ehe verheiratet. Sie und ihre beiden Töchter Rica und Birka haben es gemeinsam möglich gemacht, dass er bis zum Schluss zu Hause gepflegt werden konnte. Die Enkel Maron (6) und Leno (3) waren Freude und emotionale Stütze für „Opa Fuchs, der so gut Lego bauen konnte.“

Conny wird fehlen. Sein Organisationstalent, seine Geduld, wenn wieder einmal Spiele verlegt werden mussten, sein feiner Humor, wenn er Unstimmigkeiten schlichten musste und seine Begeisterung für Boule.

Noch ist unklar, wie es weitergehen wird mit der Stadtmeisterschaft und dem Ranglistenturnier. Aber es wird weitergehen. Irgendwie. Es werden sich auch zukünftig Boule-Spielerinnen und Spieler in bunten Shirts auf den Bahnen des Nordkreises treffen. Und sie werden den ersten Schluck nach dem Spiel auf Conny trinken. Versprochen.

PR

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