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Luftbrücke Berlin: Erinnerung an eine historische Leistung und ihre Bedeutung für die Gegenwart

Am 27. August 2023 jährte sich zum 74. Mal der letzte Flug eines mit Kohle beladenen Flugzeuges von Faßberg nach Berlin im Rahmen der Berliner Luftbrücke. Zu diesem Anlass fand auf dem Platz der Luftbrücke eine Gedenkveranstaltung statt, die von der Gemeinde Faßberg organisiert wurde und einige beteiligte Einheiten sowie die heimische Bevölkerung zusammenführte.

Die Gedenkveranstaltung wurde von zwei Rednern, Landrat Axel Flader und Bürgermeisterin Kerstin Speder, geleitet. Speder begrüßte herzlich die Anwesenden und betonte die Bedeutung des Gedenkens an die größte humanitäre Hilfsaktion der Geschichte, die Berlin während der Jahre 1948 und 1949 durch die Luftbrücke unterstützte. Sie unterstrich die Wichtigkeit, Erinnerungen aufrechtzuerhalten, da sie über die Generationen hinweg verblassen könnten. Dabei würdigte sie auch die Anwesenheit von Zeitzeugen der Luftbrücke und anderen Gästen.

In ihrer Rede hob Speder hervor, wie die politischen Umbrüche und geopolitischen Verschiebungen nach dem Zweiten Weltkrieg zur Entstehung der Luftbrücke führten. Sie erinnerte daran, wie die Alliierten gemeinsam die eingeschlossene Bevölkerung Westberlins unterstützten und den Luftweg nutzten, um lebenswichtige Güter zu liefern. Sie würdigte die Bemühungen der beteiligten Nationen und betonte die Einheit und Stärke, die in dieser schwierigen Zeit entstanden sind.

Speder erinnerte auch daran, wie Faßberg einen wichtigen Beitrag zur Luftbrücke leistete, indem es 540.000 Tonnen Kohle nach Berlin flog und somit einen wesentlichen Anteil am Gesamtvolumen der Luftbrücke trug. Sie würdigte die enorme Kraftanstrengung der Beteiligten, die unter schwierigen Bedingungen die Kohle verluden und betonte die Bedeutung der Luftbrücke als Symbol der Solidarität, Zusammenarbeit und Entschlossenheit.

Die Bürgermeisterin betonte, wie wichtig es sei, die Erinnerung an die Luftbrücke an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Sie erwähnte Projekte, die in der Gemeinde Faßberg durchgeführt wurden, um die Geschichte der Luftbrücke lebendig zu halten, darunter Filme mit Zeitzeugen, Bildungsprojekte und die Einbindung von Grundschülern. Sie rief dazu auf, sich in Zeiten von politischen Herausforderungen an die Werte der Luftbrücke zu erinnern und betonte, dass Freiheit, Wohlstand und Frieden keine Selbstverständlichkeiten sind.

Landrat Axel Flader zitierte zu Beginn seiner Ansprache die berühmten Worte des damaligen Oberbürgermeisters Westberlins, Ernst Reuter: „Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt.“ Diese Worte, die vor dem Reichstagsgebäude gesprochen wurden, hallen bis heute nach und verdeutlichen den entschlossenen Geist der Solidarität.

Flader würdigte die Solidarität, die von den Menschen in Deutschland und insbesondere in Faßberg gezeigt wurde, um den Menschen in Berlin in ihrer Not zu helfen. Er hob hervor, dass diese Geschichte ein starkes Beispiel dafür ist, wie sich Menschen über Nationen und Grenzen hinweg für das Wohl anderer einsetzen können. Besonders in Zeiten von Unsicherheit und politischen Herausforderungen sei es wichtig, auf solche Geschichten der Solidarität und des Zusammenhalts zurückzublicken.

Der Landrat betonte, dass die gemeinsame Arbeit der Alliierten und Deutschen während der Luftbrücke einen Baustein der Versöhnung legte. Die Unterstützung der Menschen in Berlin war nicht nur eine humanitäre Hilfe, sondern auch ein Zeichen des Engagements für Demokratie, Freiheit und Zusammenarbeit. Die damalige Leistung trug dazu bei, dass Deutschland heute fest in die Nato und in die Gemeinschaft der Staaten eingebettet ist, was einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zum Wohlstand leistet.

Abschließend dankte Flader den Organisatoren der Gedenkveranstaltung und betonte die Bedeutung des Gedenkens für die kommenden Generationen. Er ermutigte dazu, die Geschichte der Luftbrücke weiterzugeben und die Erinnerung an diese besondere Zeit lebendig zu halten. Die Solidarität und der Einsatz der damaligen Generationen seien ein ermutigendes Beispiel dafür, wie Menschen auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen können, um Gutes zu tun und eine bessere Zukunft zu gestalten.

Die Gedenkveranstaltung wurde durch den Posaunenchor Müden/Faßberg begleitet, der eine feierliche Atmosphäre schuf.

Insgesamt verdeutlichte die Gedenkveranstaltung die Bedeutung der Berliner Luftbrücke als ein herausragendes Beispiel für Solidarität, Zusammenarbeit und Entschlossenheit in schwierigen Zeiten. Sie erinnerte daran, wie Menschen verschiedener Nationen gemeinsam für eine humanitäre Sache eintraten und somit einen wichtigen Beitrag zur Geschichte leisteten.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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