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Celler Künstlerin nominiert für Kunstpreis des Lüneburgischen Landschaftsverbandes

Paul Harper ist der Kunstpreisträger 2023 des Lüneburgischen Landschaftsverbandes. 40 Kunstschaffende aus den Landkreisen und Städten des Verbandsgebietes hatten sich beworben, acht Künstler, darunter Ilsabé Prinzhorn aus Celle, wurden nominiert und erhielten Gelegenheit, ihre Arbeiten auf dem Gelände des Museumsdorfes Hösseringen auszustellen. Am Wochenende öffneten sich zunächst die Türen für die Schau, die bis zum 31. Oktober 2023 zu sehen ist, anschließend verlieh der Vorstand des Verbandes mit Sitz in Uelzen den mit 5.000 Euro dotierten Preis.

Ein Thema war nicht vorgegeben, dementsprechend bunt gemischt (s. Fotos) präsentiert sich die Gruppenausstellung der Acht – Jörg Koch (Landkreis Harburg), Paul Harper (Lüneburg), Petra Merz (Uelzen), Christian Andreas Müller (Landkreis Gifhorn), Eva Fabian (Landkreis Lüchow-Dannenberg), Sany Abdullah (Landkreis Gifhorn), Hans Schlimbach (Landkreis Lüchow-Dannenberg) und Ilsabé Prinzhorn (Celle). „Nein, aufgeregt bin ich nicht“, sagt diese vor der Verleihung, Chancen rechnet sie sich keine aus, dennoch ist sie sehr zufrieden: „Allein, hier ausstellen zu dürfen, die eigenen Arbeiten in so einem tollen Rahmen zu präsentieren, DAS ist der Preis für mich.“

Ilsabé Prinzhorn bewertet die Mitbewerber als hochkarätig, die gelernte Zahntechnikermeisterin ist künstlerisch eine Autodidaktin, auch deshalb sieht sie sich nicht als ernsthafte Aspirantin. Ihre Serie kleiner Skulpturen hat sie „Nuancen“ genannt, geformt sind die Gebilde aus einer Aluminium-Modelliermasse. Ineinander verschlungene menschliche Gliedmaßen ohne Kopf geben Rätsel auf, mögen manchen Betrachter irritieren, sind sie ästhetisch oder stoßen sie ab? Als leicht verstörend bezeichnet sie selbst die Objekte. „Es geht um das Hier und Jetzt. Ich möchte damit die Betrachtenden auf eine Reise abseits vorgefertigter Erklärungen schicken und Raum für eigene Gedanken geben.“ Von der Ausstellung, die Skulpturen, Collagen, Schaukästen, Fotografien sowie kleinformatige Bilder zeigt und bei der Vernissage ein großes Publikum fand, ist sie begeistert: „So toll und faszinierend. Man wird sofort hineingezogen.“

Gewonnen hat in der Tat ein Bewerber mit fundierter künstlerischer Ausbildung, da lag Ilsabé Prinzhorn richtig. Paul Harper ist Brite, wurde in London geboren, hat in Hampshire und London Malerei und Fotografie studiert. Seit 2019 lebt er in Lüneburg. „100 Paintings 2020-2022“ heißt sein eingereichtes Werk. Kleine bunte, aber auch schwarz-weiße Bilder mit geometrischen strengen Formen „untersuchen die Beziehung zwischen Architektur, digitalen Medien und der Geschichte der abstrakten Malerei und wie wir uns darauf beziehen. Wo überschneiden sich diese unterschiedlichen, aber nicht unverbundenen Bereiche?“ Diesem Thema hat er sich genähert und die Jury überzeugt.

Harper erhält neben den 5.000 Euro eine Einzelausstellung und einen Internetauftritt.

Anke Schlicht
Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht

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