Dienstag, 16. Dezember 2025

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Anzeige

Anzeige

Spannende Lesung und Debatte über Demokratie: Nora Burgard-Arp stellt Roman ‚Wir doch nicht‘ vor

Am Montag versammelten sich Schülerinnen und Schüler sowie Interessierte in der Schul-Aula des Christian-Gymnasiums in Hermannsburg zu einer aufschlussreichen Lesung und anschließender Diskussion mit der bekannten Journalistin und Autorin Nora Burgard-Arp. Die Veranstaltung wurde von der engagierten Schülervertretung organisiert und bot tiefgründige Einblicke in die Thematik ihres Romans „Wir doch nicht“.

Die Historikerin Dr. Alexandra Wenck eröffnete den Abend mit einem Grußwort, in dem sie auf die Bedrohung durch antisemitische Angriffe und die Notwendigkeit von Demokratie hinwies. Sie betonte die Wichtigkeit, sich gegen radikale Strömungen zu verteidigen und die Demokratie zu schützen, insbesondere in Zeiten des digitalen Fortschritts und globaler Veränderungen.

Nora Burgard-Arp, die Autorin von „Wir doch nicht“, erzählte die bewegende Geschichte von Mathilda, einer 37-jährigen Frau, die in einer unterdrückerischen Diktatur lebt. In dieser düsteren Welt hat das Gesetz Abtreibungen streng verboten und stellt sie unter lebenslange Haftstrafe, eine Regelung, die die SfDD (Sieg für Deutschland und die Deutschen) unmittelbar nach ihrer Machtübernahme erlassen hat.

Mathilda, gezwungen, ihre Schwangerschaft heimlich und verzweifelt mit einem Kleiderbügel zu beenden, führt einen gefährlichen Akt der Rebellion gegen ein Regime durch, das Frauen wie sie zur Gebärmaschine degradieren will. Ihr Mann Finn erfährt nichts von ihrem schmerzlichen Geheimnis, und sie teilt ihre Qualen mit niemandem. Doch ihre inneren Verletzungen, sowohl physisch als auch emotional, beginnen zu brodeln und zu glühen.

„Wir doch nicht“ beleuchtet nicht nur Mathildas Schicksal, sondern auch den düsteren Alltag in einer Gesellschaft, in der Frauen systematisch unterdrückt werden. Es beschreibt den beunruhigenden Wandel von einer freien Demokratie zu einem totalitären Regime, das die grundlegenden Rechte und Freiheiten seiner Bürger einschränkt.

Die Lesung regte zum Nachdenken an und weckte das Interesse, mehr über die Geschichte und das Buch zu erfahren. In der Diskussion nach der Lesung kamen Parallelen zwischen den Themen des Romans und aktuellen politischen Entwicklungen zur Sprache:

  • Mathilda, die in der Diktatur keine Möglichkeit zur Abtreibung hatte, spiegelte die Debatte um Frauenrechte und Abtreibungsgesetze in der Realität wider.
  • Die Erwähnung der Paragraphen 218 und 219a sowie die Tatsache, dass bisher lediglich das Werbeverbot aus § 219a abgeschafft wurde, wiesen auf aktuelle Diskussionen über die Gesetzgebung in Deutschland hin.
  • Die Erwähnung der AfD und anderer antidemokratischer Bewegungen verdeutlichte die Bedrohung für die freiheitliche Demokratie.

Die Lesung und Diskussion zeigten, wie Literatur dazu beitragen kann, wichtige gesellschaftliche Themen zu reflektieren und zu diskutieren. Nora Burgard-Arp bot den Zuhörern Einblicke in die Hintergründe ihres Romans und regte zu einer lebhaften Debatte über Demokratie und Freiheit an.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Privat

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.

WhatsApp-Kanal Immer bestens informiert! Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Updates jetzt auch direkt auf Ihr Smartphone. Folgen Sie unserem WhatsApp-Kanal und bleiben Sie schnell und unkompliziert auf dem Laufenden. Hier klicken und abonnieren!



Anzeige