Still ruht das Botan-Gelände
Von der Absicht, das Gelände wieder zu veräußern, war in den vergangenen Wochen die Rede. Doch dieses Gerücht entkräftet die Bauunternehmung Johann Bunte, die Eigentümer des sogenannten Botan-Geländes zwischen Kirch- und Jägerstraße ist, was wiederum einen Bestandteil des Sanierungsgebietes Neuenhäusen bildet. Verkaufen möchte Johann Bunte nicht, aber das Projekt entschleunigen und überplanen.
„Das Gebiet hat das Potenzial dazu, einen entscheidenden Entwicklungsimpuls für das gesamte Sanierungsgebiet zu geben, das Stadtbild sinnvoll weiterzuentwickeln und die Missstände zu beseitigen“, hieß es im März 2022 von Seiten des damals scheidenden Stadtbaurates Ulrich Kinder. Ziel sei die Entwicklung eines lebendigen und urbanen Stadtwohnquartiers. „Wir sind sehr froh darüber, dass es jetzt mit der Umsetzung des Rahmenplans für das Sanierungsgebiet so schnell losgehen kannte“, sagte die damalige designierte Stadtbaurätin Elena Kuhls seinerzeit. Doch mehr als anderthalb Jahre später wartet der innovative Neubau der Neuapostolischen Kirche noch immer auf adäquate Nachbarschaft, um den vorgesehenen Eingang von der Jägerstraße aus samt Vorplatz zur Wohnbebauung und Gewerbenutzung zu formieren. Das rund ein Hektar große Gebiet liegt brach, mindestens ein weiteres Jahr, denn um diesen Zeitraum wurden die Mietverträge der aktuellen Nutzer, darunter der Botan-Markt, verlängert.
Geplant waren dreigeschossige Reihen- und Mehrfamilienhäuser, die sich um einen zentralen Nachbarschaftsplatz anordnen sollten, auch Sozialwohnungen sind damals zugesagt worden. Der bisherige Bebauungsplan ist nicht mehr aussagefähig. „Der B-Plan wird gemeinsam mit dem Projekt entwickelt und daher derzeit auch nicht weiter fortgeführt“, teilt Stadtbaurätin Elena Kuhls auf CP-Anfrage mit.
Wie das neue Quartier aussehen und wann es Gestalt annehmen wird, ob neben der im Sommer dieses Jahres eingeweihten Neuapostolischen Kirche mit ihrem außergewöhnlichen Glaskunstfenster weitere architektonische Highlights gesetzt werden, ist derzeit völlig unklar.
Anke Schlicht
Celler Presse
Foto: Anke Schlicht
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