Sonntag, 18. Januar 2026

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Anzeige

Anzeige

Oberlandesgericht Celle verhängt Haftstrafe gegen Mehmet Çakas

Das Oberlandesgericht Celle hat nach einer langwierigen rechtlichen Auseinandersetzung im Prozess gegen Mehmet Çakas eine Entscheidung getroffen, die sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene Aufmerksamkeit erregt hat. Çakas, ein 44-jähriger kurdischer Aktivist, wurde wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Während des Prozesses wurde festgestellt, dass Çakas von Juli 2019 bis Juni 2021 als Gebietsleiter für das PKK-Gebiet „Bremen“ tätig war und verschiedene organisatorische, finanzielle und propagandistische Aktivitäten koordinierte. Diese umfassten unter anderem die Leitung der jährlichen Spendenkampagne, die Organisation von öffentlichkeitswirksamen Kundgebungen und die Koordination der PKK-Aktivisten in seinem Bereich. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten gefordert, während die Verteidigung auf Freispruch plädierte.

Stimmen aus der Solidaritätskundgebung

Während des Gerichtsverfahrens fanden vor dem Gerichtsgebäude in Celle Solidaritätsbekundungen statt, die die Unterstützung für Çakas und die kurdische Bewegung deutlich machten. Çakas selbst beteuerte seine Unschuld und argumentierte, dass die Anklage politisch motiviert sei und die kurdische Bewegung aufgrund von wirtschaftlichen und politischen Gründen fälschlicherweise als terroristisch dargestellt werde.

Nach der Urteilsverkündung äußerte Marie Peters von Women Defend Rojava ihre Enttäuschung über das Urteil. Sie kritisierte die dünnen Beweise und die vermeintliche Milde im Vergleich zu anderen Fällen. Die Diskussion über die Rechtssprechung in Deutschland und ihre Verbindung zur türkischen Justiz bleibt weiterhin ein kontroverses Thema, so Peters.

Es ist wichtig anzumerken, dass das Urteil gegen Mehmet Çakas noch nicht rechtskräftig ist. Die Verteidigung plant, in Revision zu gehen, um das Urteil anzufechten und weitere rechtliche Schritte einzuleiten. Diese Entwicklung unterstreicht die fortlaufende Dynamik und die Unsicherheit bezüglich des Ausgangs dieses Prozesses. Die endgültige rechtliche Klärung bleibt somit abzuwarten, während die Debatte über die politische und rechtliche Dimension dieses Falles fortbesteht.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.

WhatsApp-Kanal Immer bestens informiert! Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Updates jetzt auch direkt auf Ihr Smartphone. Folgen Sie unserem WhatsApp-Kanal und bleiben Sie schnell und unkompliziert auf dem Laufenden. Hier klicken und abonnieren!



Anzeige