Dienstag, 12. Mai 2026

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14K3 Gedenkmarsch – Karfreitagsgefecht 2010

Kürzlich trafen sich 19 Marschteilnehmer in Hohenbostel am Deister um den 14K3 Marsch durchzuführen.Um 10:15 machten sich die Teilnehmer unter Leitung des Hauptgefreiten d.R. Pascal Weißinger von der Thomas-Kirche in Hohenbostel auf den Weg in den Deister, um als Zwischenziel die Alte Taufe anzulaufen. Ein Großteil der Teilnehmer waren Soldaten des Versorgungsbataillons 141 aus Luttmersen, aus dem Transporthubschrauberregiment 10 aus Faßberg war ein Kamerad dabei, sowie ein Kamerad vom Pionierbataillon 130 aus Minden. Angehörige des Heimatschutzregiments 3 und der Kreisgruppe Celle sowie teilweise Angehörige der Soldaten und zwei Veteranen waren am Marsch beteiligt.

Die Marschstrecke führte von der Thomas-Kirche über die Königsallee, die Lange Bahn sowie dem Kammweg zur Alten Taufe. Während des Marsches wurde sich rege zwischen allen Teilnehmern ausgetauscht, sei es über den Dienstalltag, private Dinge oder Einsatzerfahrungen. An der Alten Taufe angekommen, waren alle Teilnehmer gut erschöpft, trotz des milden Wetters war die Strecke herausfordernd. Nach einer kurzen Verschnaufpause und ein paar Gruppenfotos wurde der Rückweg zum Startpunkt angetreten. Nach guten 4 ½ Stunden und 15,7km kam die Marschgruppe wieder am Ausgangspunkt an. Das Resümee des Marschs, eine gute, anstrengende Route, eine Menge netter Gespräche, es wurden neue Kontakte zwischen den Kameraden geknüpft und es wird sich schon auf das nächste Jahr gefreut, wenn der 15K3 Marsch ansteht.

Doch was ist der K-Marsch überhaupt?
Am 2. April 2010 kam es im Rahmen des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan zu einem Zwischenfall, der seitdem auch als das Karfreitagsgefecht bezeichnet wird. Etwa 30 bis 40 Aufständische griffen aus dem Hinterhalt eine Einheit Fallschirmjäger an, deren Auftrag es war, Sprengfallen aufzuklären und zu beseitigen. Das Gefecht dauerte neun Stunden und drei Fallschirmjäger fielen. Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak. Weitere Soldaten wurden mitunter schwer verwundet und mussten unter schwerem Beschuss von Alliierten ausgeflogen werden.

Pierre Lindholm, Oberstleutnant d. R., will nicht einfach nur herumsitzen. Er will der gefallenen deutschen Soldaten gedenken, die beim Karfreitagsgefecht 2010 in Afghanistan ihr Leben gelassen haben. Dazu ruft er einen Gedenkmarsch ins Leben, an dem sich von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmer beteiligen.

„Wir wollen mit dem Marsch nicht nur Spendengelder für bundeswehrnahe Vereine sammeln, sondern vor allem körperliche Betätigung mit dem aktiven Gedenken (über die normale Schweigeminute hinaus) an die Kameraden verbinden. Es ist eine Veranstaltung für Jedermann, sodass wir dieses sensible aber sehr wichtige Thema breit streuen und zugänglich machen können“, schreibt der Veranstalter dazu auf seiner Seite.

Weißinger/Guttmann
Fotos: Weißinger

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