Mittwoch, 22. April 2026

✔ unabhängig ✔ überparteilich ❤ kostenfrei

Anzeige

Anzeige

Schlosstheater: „Der Freiheit eine Bühne“

Mit 20 Premieren geht das Schlosstheater in die Spielzeit 2024/2025. Diese Spielzeit steht ganz unter dem Motto „Der Freiheit eine Bühne“. Geschichten, die eine Bedeutung für Kultur, Freiheit,  Gleichheit und Vielfalt haben, bilden einen Schwerpunkt, schließlich geht es auch darum, drei Jubiläen gerecht zu werden. 350 Jahre nach Erbauung des Schlosstheaters ist allein schon ein Grund zum Jubeln, außerdem jährt sich der Todestag von Caroline Mathilde zum 250. Mal und der Theaterverein kann auf eine 75-jährige Geschichte zurückblicken.

Wie Intendant Andreas Döring bei der Programmvorstellung erläuterte, hat sich die Bedeutung des Theaters im Laufe der Geschichte gewandelt. Kunst war Ausdruck der Macht, eine Bedeutung, die es heute nicht mehr gibt. Das Schlosstheater hat eine Geschichte von Umbrüchen erlebt und steht aktuell für die Wiederbelebung des Standortfaktors – es hat sich zum bürgerlichen Theater entwickelt, insbesondere nach dem Krieg als Ausdruck von Demokratie und Vielfalt.

Mit Antigone wird die neue Spielzeit am 6. September eröffnet. Der klassische Stoff nach Sophokles wird mit Szenen aus „Sieben gegen Theben“ von Aischylos und „Die Phönizierinnen“ von Euripides erweitert. Das Theater der Antike hatte bereits den Grundstein für unser heutiges Demokratieverständnis gelegt.

Eine poetisch, komödiantische Zeitreise mit Live-Musik mit dem Titel „Schloss der Frauen“ hat am 27. September 2024 Premiere. Autor Andreas Döring berichtet von den „wahren Heldinnen der Celler Schlossgeschichte“. Die Französin Eléonore d’Olbreuse machte Georg Wilhelm zum Theatererbauer. Tochter Sophie Dorothea setzte auf der politischen Bühne ein Fanal der Freiheit. Sie gab der männlichen Herrschaft entschlossen Kontra. Und Caroline Mathilde hauchte dem Theaterbau rund 100 Jahre nach der Eröffnung neues Leben ein. So ist es auch eine reale Emanzipationsgeschichte von Frauen, die der Freiheit in Celle eine Bühne gaben.  Es wird auch wieder eine Aufführung im Schlossinnenhof geben: „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare, Premiere am 30. Mai 2025.

Eher mit Stücken aus der neueren Zeit kommen die Inszenierungen in der Halle 19 daher: Die lieben Eltern von Armelle und Emmanuell Patron und auch Rio – König von Deutschland mit einer musikalischen Politcollage.

Das Junge Schlosstheater bringt „TELL, Kampf um die Freiheit“ nach Friedrich Schiller. Das passt zum Motto mit dem legendären Rütlischwur „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern“.

Den Abschluss der Jubiläumsspielzeit bilden die Schlossfestspiele vom 24. Mai bis 29. Juni, ein Theater-Festival mit allen niedersächsischen Theatern. Dabei geht es nicht nur um die regionale Kulturszene, es sollen alle niedersächsischen Theater eingebunden werden – als Ausdruck der Verbundenheit der Theater im Land. Was genau alles geboten wird, soll erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden.

Spielplan 2024/2025 Schlosstheater Celle

Stück  
Antigone und die Zeitenwende nach Sophokles, mit Szenen aus „Sieben gegen Theben“ von Aischylos und „Die Phönizierinnen“ von Euripides
Schloss der Frauen (UA) eine poetisch, komödiantische Zeitreise mit Livemusik von Andreas Döring
Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist
Die Schöne und das Biest von Lucy Kirkwood und Katie Mitchell
Ein Mann, zwei Chefs Komödie von Richard Bean – mit Live-Band
Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann. von Heinrich Böll
Die Königin und der Besuch des Leibarztes Nach dem Roman „Des Besuch des Leibarztes“ von Per Olov Enquist
Das perfekte Geheimnis von Paolo Genovese
Tanz durch das Schweigen (UA) deutsch-israelisches Theater-Projekt nach Romanmotiven von Lizzie Doron und historischen Dokumenten
Ein Sommernachtstraum Komödie von William Shakespeare
    
Die lieben Eltern von Armelle und Emmanuell Patron 
Rio – König von Deutschland Eine musikalische Politcollage 
Sophia, der Tod und ich von Thees Uhlmann 
Die Studentin und Monsieur Henri von Ivan Calbérac 
In meiner Verfassung (UA) von Amanda Lasker-Berlin 
Die Verwandlung ein Traumspiel nach Franz Kafka 
Prima Facie von Suzie Miller 
Offene Zweierbeziehung von Dario Fo und Franca Rame 
Junges Schlosstheater 
TELL! Kampf für die Freiheit nach Friedrich Schiller, Bearbeitung von Andreas Döring 
KING A Eine Ode an jedes Ritterherz von Inéz Derksen 
   
Stolz und Vorurteil* (*oder so) (WA) von Isobell McArthur nach Jane Austin 
Achtsam Morden (WA) Komödie nach dem Roman von Karsten Dusse, Bühnenbearbeitung von Bernd Schmidt 
Weinprobe für Anfänger (WA) von Ivan Calbérac 
Lehrerzimmer (WA) Songdrama am Rande des Burnouts von Fabian Gerhardt und Burkhard Niggemeier 
State of the Union (Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst) (WA) von Nick Hornby 
Peterchens Mondfahrt (WA) Märchenspiel mit Musik nach Gerdt von Bassewitz 
Wutschweiger (WA) von Jan Sobrie und Raven Ruëll 

Redaktion
Celler Presse
Foto: Celler-Presse.de

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.

WhatsApp-Kanal Immer bestens informiert! Erhalten Sie die neuesten Nachrichten und Updates jetzt auch direkt auf Ihr Smartphone. Folgen Sie unserem WhatsApp-Kanal und bleiben Sie schnell und unkompliziert auf dem Laufenden. Hier klicken und abonnieren!



Anzeige