Montag, 19. Januar 2026

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Diakoniestation Eschede-Lachendorf unter neuem Dach – Diakonie Südheide kein Träger mehr

Gemeinsam als diakonische Partner wolle man die Station Eschede-Lachendorf in eine gute Zukunft führen, hieß es im Dezember 2021 von Seiten der Geschäftsführung der Diakonie Südheide. Diese Zukunft endet in diesem Sommer, zum 1. Juli 2024 übernehmen die Diakoniestationen Harz-Heide gGmbH (DHH) mit Hauptsitz in Braunschweig die Trägerschaft der Diakoniestation Eschede-Lachendorf zu 100 Prozent, bisher teilten sie sich diese Aufgabe mit der Diakonie Südheide.

(von links) Jan Fitzner, Clarissa Choitz, Volker Wagner, Nina Schurig

In einem eigens für die Verkündung dieser Nachricht anberaumten Pressegespräch waren Vertreter der Letztgenannten nicht zugegen, als Gesprächspartner standen der Geschäftsführer der DHH Volker Wagner, Leiter und Stellvertreterin der Station Lachendorf-Eschede, Jan Fitzner und Nina Schurig, sowie die Regionalchefin des Bereiches Gifhorn Clarissa Choitz zur Verfügung. Diese wies auf einen Vorteil der Neuregelung hin: „Das Versorgungsgebiet muss geschlossen sein, es darf keine Grauzonen geben.“ Als Beispiele nannte sie die an der Grenze zum Landkreis Gifhorn gelegenen Ortschaften Ummern und Langlingen, die ab dem 1. Juli nahtlos anschließen an das abgedeckte Gebiet im Nachbarlandkreis, was für potentielle Kunden dort Sicherheit bedeute.

Leitmotiv der Diakoniestation Eschede-Lachendorf ist es, ihre derzeit 170 Kunden ganzheitlich zu betreuen und zu unterstützen in deren häuslicher Umgebung. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen sollen die Menschen ihren Alltag im gewohnten Umfeld selbstbestimmt bewältigen.

Die Einrichtung wird die 12. Filiale des DHH, der in Braunschweig, Gifhorn und Nordharz rund 2000 hilfebedürftige Menschen ambulant versorgt. Er wurde im Jahr 2016 gegründet und gehört seit 2017 zur diakonischen Unternehmensgruppe der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn). „Wir verfügen über eine eigene Managementgesellschaft mit Sitz in Braunschweig. Durch die größeren Strukturen können wir professionell begleiten“, erläuterte DHH-Geschäftsführer Volker Wagner. Der ökonomische Rahmen sei eng geworden, den Pflege- und Krankenkassen fehle es an Mitteln. „Wir müssen mit dem wenigen Geld das hinbekommen, was gefordert wird“, betonte er. Drei Megatrends beeinflussten die Arbeit: Ärztemangel, Krankenhäuser, die ihre Patienten früh entlassen sowie eine stark rückläufige ambulante Versorgung.

Ändern werde sich durch die Neuerung bei der Trägerschaft vor Ort nichts: „Wir übernehmen die Personalstruktur eins zu eins. Zur Anwendung kommt der Tarifvertrag Diakonie Niedersachsen, der zu den besten im Bereich Pflege gehört“, erklärte Wagner. Die stellvertretende Pflegedienstleiterin Nina Schurig bestätigte: „Dass die Trägerschaft nun komplett in Händen Harz-Heide liegt, kam bei unseren 55 Mitarbeitern gut an.“ Pflegedienstleiter Jan Fitzner betonte: „Größere Strukturen bedeuten Verlässlichkeit.“

Die beiden Verantwortlichen hatten für die Arbeit ihrer Diakoniestation Eschede-Lachendorf die Ankündigung weiterer wichtiger Neuerungen im Gepäck: „In Eschede ist im ausgewiesenen Neubaugebiet Richtung Celle ein neues Ambulantes Haus in Planung“, berichtete Schurig. Wenn alles gut läuft, könnte dieses in einem Jahr fertig sein. Darüber hinaus wird das Leistungsspektrum in Zukunft um ambulante Sterbebegleitung sowie einen neuen psychiatrischen Pflegedienst, der darauf abzielt, Aufenthalte in der stationären Psychiatrie zu vermeiden, erweitert werden. „Dieses ist in Vorbereitung“, hob der Geschäftsführer der Diakoniestationen Harz-Heide Volker Wagner hervor.

Abschließend nannte er als wichtige Motivation, die Trägerschaft nach dem Ausscheiden der Diakonie Südheide komplett zu übernehmen: „Es ist wichtig, dass die diakonische Struktur bleibt.“

Anke Schlicht
Celler Presse
Foto: Anke Schlicht

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