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Nova Aetas Renaissance: Ein Schwergewicht der Brettspiele erobert die Spieltische

Der neue Kickstarter* von Ludus Magnus Studios ist endlich ausgeliefert worden – Nova Aetas Renaissance (NAR), ein Schwergewicht unter den Brettspielen, was man bei der Größe der Verpackung durchaus wörtlich nehmen darf. Mit 10 Kilo Brettspielmaterial weckt die Verpackung bereits große Erwartungen.

Nova ist Brettspiel-Enthusiasten und Freunden des Ludus Magnus Studio durchaus ein Begriff, da es bereits die dritte Kickstarter-Kampagne aus der Nova Aetas Reihe ist, wenn man von den kooperativen Versionen spricht.

Mit “Renaissance” entführt uns die neueste Ausgabe in eine andere Epoche und weist interessante Neuerungen auf.

Was ist drin?

Eine Menge – ca. 90 hochdetaillierte Plastikminiaturen, welche sowohl die Haupt- und Nebencharaktere als auch die Feinde darstellen. Diese sind in einer Größe von 3,8 cm gehalten und bieten zusammen mit den 3D Terrain aus Pappe, welches Bäume, Sträucher als auch diverse Häuser und sogar Türme umfasst, eine beeindruckende Tischpräsenz.

Ausrüstung, Missionen, Gegnerinformationen, Aktionen, Schicksale, Zauber, Belohnungen und vieles mehr, werden als Karten in verschiedenen, gängigen Größen dargestellt, wovon ca. 600 Stück in der Spieleschachtel zu finden sind.

Hinzu kommen noch 8 achtseitige Würfel für die Fertigkeitsproben sowie diverse Plastikwürfel und Tokens. Über zu wenig Material kann man sich also nicht beschweren.

Für wen ist Nova Aetas Renaissance (NAR) etwas?

NAR richtet sich ganz klar an kooperative Spieler, die gerne eine Kampagne mit einer Geschichte im Hintergrund spielen möchten – die Helden (man spielt immer vier) erleben gemeinsam ein Abenteuer, bei dem sie Mission für Mission immer weiter in die eigentliche Geschichte eintauchen und die Hintergründe erfahren. Hinzu kommt das individuelle “Schicksal” jeder Heldenfigur, welches man durch verschiedene, persönliche Aufgaben immer weiter aufgeschlüsselt werden kann.

Der Spielaufbau

Der Aufbau wird durch sogenannte Missionskarten im Einzelnen gut erklärt, die je nach Mission mal mehr und mal weniger umfangreich ausfallen. Meistens wird auf der ersten Missionskarte angezeigt, welche Materialien man für die Mission benötigt, wogegen auf der Zweiten der Aufbau und die Startbedingungen beschrieben werden.

Hat man sich einmal einen Überblick über das Spielmaterial gemacht und die verschiedenen Karten sortiert, sollte sich der zeitliche Aufwand im Rahmen von 30 Minuten bewegen, bevor man mit dem eigentlichen Spiel loslegen kann.

Die Geschichte

Die Story erzählt, genretypisch,von einer kurzen, aber durchaus spannende Gegebenheit und spielt dabei, um dem Namen gerecht zu werden, im Italien des 16ten Jahrhunderts.

Es handelt sich hier jedoch um ein alternatives Italien, mit Fantasy-Elementen, wie Zauberei und diversen Fabelwesen, z.B. Faune oder Minotauren.

Die Erzählung ist immer in leicht verdauliche Abschnitte für die Missionen unterteilt, die jedoch ausreichen, um in die Spielwelt eintauchen zu können.

Durch die 3D Elemente wie Gebäude, Bäume und Sträucher entsteht schnell eine angenehme Spielatmosphäre, die durch die Vielzahl an detaillierten  Figuren zusätzlich verstärkt wird.

Spielmechanik

Die Kämpfe und unterschiedlichen Fertigkeitsproben, die für die Geschichte von Nova Aetas entscheidend sind, werden mit Hilfe von 8-seitige Würfel gelöst. Der Glücksfaktor spielt bei NAR demnach eine zentrale Rolle.

Innerhalb der Missionen erkundet man beispielsweise verschiedene Gebäude, wobei die sogenannten “Standortkarten“ zum Einsatz kommen. Auf diesen Karten wird eine komplette Szene grafisch dargestellt (z.B.der Innenbereich eines Hauses) und die jeweiligen Helden, die diesen Ort untersuchen, können mit Ihrer Heldenfigur auf dieser Karte entsprechende Untersuchungspunkte unter die Lupe nehmen. Eine willkommende Abwechslung neben den zahlreichen Herausforderungen.

Das “Horologium”, eine spielerische Neuerung und Kernelement von NAR, schafft eine effektive Initiativ- und Aktionsverwaltung. Es ist wie eine Uhr aufgebaut und zeigt durch kleine Pappplättchen, sogenannten Tokens, welche Figur der Spiel- und Feindcharaktere wann genau dran ist.

Clever gelöst – die Tokens haben eine Ziffern- und eine Portraitseite, sodass Spieler je nach Vorliebe entweder die Zahlen oder die Portraits der Figuren verwenden können.

Ein Nachteil bei Verwaltung der Gegner ist, dass durch ein Token auch ganze Gegnergruppen aktiviert werden können. In solchen Momenten fehlt die übersichtliche Einzelverwaltung der Trefferpunkte, um Gegner der gleichen Art auch auseinanderhalten zu können. Aktuell müssen die Trefferpunkte neben jeder entsprechenden Gegnerfigur auf dem Spielbrett separat verwaltet werden.

Was macht NAR aus?

Rollenspielelemente

NAR integriert verschiedene rollenspieltypische Elemente. Dazu gehört unter anderem der “Gelegenheitsangriff” der Gegner (die Helden werden angegriffen, wenn sie sich von diesen entfernen)

Verschiedene Aktionsebenen

Drei unterschiedliche Ebenen, auf denen sich Helden und Gegner bewegen können

Crafting System

NAR verfügt ebenfalls über ein CraftingSystem, mit dem neue Gegenstände hergestellt werden können. Die wertvollen Rohstoffe hierfür erhält man durch das Beseitigen von Gegnern. Nach jedem Sieg gegen einen Gegner zieht man Karten von drei verschiedenen Rohstoffstapeln, die auf der jeweiligen Charakterkarte des Gegners stehen. 

Erholungsphase / Stadtphase

In der sogenannten Erholungsphase können diese Rohstoffen genutzt werden, um diverse Ausrüstungsgegenstände, Waffen und Tränke herzustellen, die sich in den nachfolgenden Missionen als nützlich erweisen können.

Außerdem rasten unsere Helden stets in einem Dorf oder einer Stadt, wodurch die Interaktionsmöglichkeiten (wie viele Spieler jeweils eine Einrichtung nutzen können) entweder eingeschränkt (Dorf) oder erweitert (Stadt) sind.

Charakterentwicklung

Durch Erfahrungspunkten können neue Heldenfähigkeiten freigeschaltet werden – diese können dann in individuelle Fähigkeiten investiert werden – je nachdem, wie viele Erfahrungspunkte man hat, ist die Auswahl entsprechend beschränkt.

Heldenfähigkeiten

Die individuellen Heldenfähigkeiten kann man durch Heldenpunkte einsetzen, die man durch diverse Aktionen innerhalb der Missionen erhält. Diese können in einem Kampf über Sieg oder Niederlage entscheidend sein, wenn man sie zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen weiß.  

Reisephase

Während der Reisephase können die Helden Nebenmissionen bestreiten, die sich in “Begegnungsmissionen” (größere Nebenhandlungen/Questen), Jagdmissionen und Erkundungsmissionen unterteilen lassen.

Begegnungsmission erzählen ihre eigene Geschichte erzählen und belohnen die Helden mit Rohstoffe und Erfahrungspunkte.

Jagdmissionen dienen dazu, verschieden starke Gegner zu besiegen,um ebenfalls Rohstoffe oder besondere Belohnungen zu erhalten.

Erkundungsmissionen werden aus drei verschiedene Kartenstapeln modular zusammengestellt und bieten, wie alle diese Missionen, jede Menge Abenteuer neben der eigentlichen Hauptmission.

Sollte man sich für keine dieser Nebenmissionen entscheiden, kann man auch einfach mit der Hauptmission fortfahren.

Fazit

Nova Aetas Renaissance weder kein Familienspiel, noch ein Spiel für zwischendurch. Vielmehr handelt es sich um ein Nischenprodukt, das dennoch eine große Fangemeinde unterhält. Allein der Kickstarter von NAR konnte über 1,1 Millionen Euro an Finanzierungsbeiträgen von 6957 Unterstützern einsammeln.

Diese Art von Spielen wird in der Regel nicht im Einzelhandel erhältlich sein; stattdessen werden sie über Plattformen wie Kickstarter und Gamefound entwickelt und vertrieben.

Große Verlage scheuen aufgrund der vermeintlich Kleinen Zielgruppe oft das Risiko einer Veröffentlichung um regulären Handel.

Kooperative Dungeoncrawler, Spiele mit Heldenfiguren und narrativen Erzählformaten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und zeigen die Vielfalt und Entwicklung in der Welt der Brettspiele.

Während solche Spiele für Kenner des Genres bereits bekannt sind, übt der faszinierende Umgang dieser Abenteuerspiele weiterhin eine große Anziehungskraft auf begeisterte Brettspieler aus.

*Kickstarter Erläuterung:
Kickstarter oder auch Gamefound sind Online-Plattformen, auf der kreative Projekte und Ideen durch Crowdfunding finanziert werden. Personen oder kleine Unternehmen stellen ihre Projekte vor und sammeln Geld von der Öffentlichkeit, um diese Projekte umzusetzen.

Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de

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