Das Theaterfest zog viele Besucher an
Zum Auftakt der Jubiläumsspielzeit öffnete das Schlosstheater am Samstag Tor und Türen. Es hieß: 350 Jahre Schlosstheater – 350 Minuten Theaterfestprogramm“. Im Schlosstheater, auf den Studiobühnen, im Foyer, im Schlossinnenhof und auch vor dem Schloss bot sich den Besuchern ein buntes Programm aus Lesungen, Spielszenen, Musik sowie zahlreiche Mitmachaktionen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Schlosstheaters.





Das Festprogramm dauerte so viele Minuten wie das Theater Jahre auf dem Buckel hat – 350. So war es natürlich ein Anliegen, dem Publikum neben dem Einblick backstage auch die kommende Jubiläumsspielzeit schmackhaft zu machen. Im Malersaal wurden kurze Ausschnitte aus drei Stücken in Form einer Lesung und auch in einer Szene präsentiert und natürlich neugierig gemacht. Das zog viele Interessierte an. Der Malersaal war voll besetzt. Wegen des großen Andrangs musste sogar eine zusätzliche Lesung eingeschoben werden.
Tanja Kübler , Greta Ebling und Simon Rauch machten dem Publikum in einer Lesung das Stück „Sophia, der Tod und ich“ schmackhaft. Der Titel verhieß ja nichts Gutes und wurde von Greta Ebling mit den Worten eingeleitet: „Wir müssen alle sterben.“ Doch als dann im Stück der Tod an der Tür klingelte und sagte: „Guten Tag. Ich bin der Tod, und Sie müssen jetzt mitkommen“, erwies sich der Tod verhandlungsbereit, denn das Opfer wusste gar nichts von seiner Herzkrankheit. Doch wie das Missverständnis aufgelöst wird, bleibt dem Besucher des Stückes vorbehalten. Premiere ist am 25. Januar 2025 in Halle 19.
„Die Verwandlung“ von Franz Kafka wurde von Aila Ben Franken und Philipp Keßel szenisch dargestellt. Als Käfer kann der Protagonist in seinem Zimmer bleiben und sich vor den scheinbar nicht bewältigbaren Aufgaben drücken. Aber wie mit einem Käfer umgehen? Anstatt ihn in Frieden zu lassen, behandelt ihn seine Familie zunehmend wie Ungeziefer und beobachtet ihn durch das Schlüsselloch. Was es mit dem in der kurzen Szene nicht in Erscheinung getretenen Käfer auf sich hat, wird frühestens am 25. Oktober bei der Premiere im Malersaal aufgelöst. Die beiden Darsteller haben sich schon jetzt am Originalschauplatz mächtig ins Zeug gelegt, sehr zum Vergnügen der Zuschauer.
In der dritten Lesung wurde das Stück „Die verlorene Ehre der Katharina Blum behandelt. Insgesamt eine originelle Werbung für Theater allgemein.
Im Schlosstheater hatten die Ensemble-Neulinge Gelegenheit, sich dem Publikum vorzustellen. Auch das stieß auf großes Interesse. Im Parkett waren alle Plätze besetzt. Jonathan Blomeier, Luca Kühl, Yanthe Liv Glienke und Loca Kühl zeigten sich von der lockeren Seite und bewiesen Ihr musikalisches und rezitatives Talent, was mit großem Applaus bedacht wurde.
Für die jungen Theaterfans stand neben einem Kinderparcours, einem Theaterworkshop und einer Kinderdisco noch einmal „Die kleine Hexe“, gespielt vom Kidsclub des Schlosstheaters, auf dem Programm. Die ganze Familie war eingeladen, mit Müllers City Express durch den Schlosspark zu fahren und Spannendes über Königin Caroline Mathilde zu hören. Für das leibliche Wohl sorgte der Theaterverein mit einem Kuchenbuffet und das Team der Schlossgastronomen SLOT.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de
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