Dienstag, 12. Mai 2026

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Schöne Orte für tolle Worte während der 16. Jugendbuchwoche

Die Jugendbuchwoche machte es möglich: Hineinschnuppern in Autoren-Lesungen – für jeden und kostenlos in annähernd intimer Atmosphäre. Am Mittwochnachmittag fanden unter dem Motto „Schöne Orte für tolle Worte“ Kurzlesungen in zwei Celler Geschäften statt. Bei „Ach wie fein“ und in der „wandliebe“ konnten sich Kinder unterschiedlichen Alters sowie interessierte Erwachsene gratis in gemütlichem Ambiente vorlesen lassen.

Jasmin Nemitz, die Inhaberin des zauberhaften Stoffgeschäfts „Ach wie fein“, empfing fünf Autorinnen und Autoren: Rüdiger Bertram las aus seinem brandneuen Bilderbuch „Kopfüber durch die Nacht“, Maja Nielsen präsentierte ihr Sachbuch „Mit Jane Godall bei den Schimpansen“.

Boris Pfeiffer las aus seinem Kinderroman „Survivors“, der im Meer spielt, während Simak Büchel den begeisterten Zuhörern das Pony Bifi aus seiner Geschichte „Ein Herz für Monster“ vorstellte. Zum Abschluss präsentierte Nathalie Groß den ersten Teil ihres neuen Celle-Stadtführers nicht nur für Kinder „Komm mit nach Celle!“, der sich mit dem Celler Schloss beschäftigt. Dabei lernten Kinder und Eltern Caroline Mathilde kennen, eine Nutriadame, die sich in der Stadt bestens auskennt.

Ebenfalls fünf Lesungen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, fanden zeitgleich am Kleinen Plan in der „wandliebe“ statt. Nach der Begrüßung durch Nicola Vorderwülbecke, Mitorganisatorin des Arbeitskreises der Bibliotheksgesellschaft, sprudelte Fee Krämer im wahrsten Wortsinn los. Sie las eine Geschichte von „Giselala und Flupp“, einem Flaschengeist in Ausbildung, vor. Nicht auf dem Weg zur Großmutter, trotzdem mit einem großen Korb, abgedeckt mit einem roten Tuch, trat Dirk Petrick vor das gespannte Publikum. Nach und nach lüftete er das Geheimnis um verschiedene Requisiten: Den Literaturpreis Eberhard, ein geflügeltes Wildschwein, den er 2017 verliehen bekam; ein Mikrofon, das stellvertretend für seine Arbeit als Synchronsprecher steht; ein Paar Elfenohren, denn Petrick verkleidet sich für Lesungen gerne als Waldelf; eine CD, da er auch Hörspiele schreibt und ein Arbeitsheft mit Arbeitsblättern, das Erst- und Zweitklässler beim Lesenlernen im Tandem unterstützt.

Janet Clark entführte in die Nachkriegszeit der Jahre 1946/47. Ihr Buch „Der schwarze Winter“ hat den Hungerwinter in Hamburg zum Thema. Begleiten konnten die Zuhörern die Mädchen Mila und Rosemarie auf dem Schwarzmarkt – sehr gefangennehmend beschrieben.

Martin Klein mit „Na sowas, wer war das?“ lockerte die Stimmung dann gekonnt wieder auf, denn der herrliche Vorlesespaß wurde, wen wundert es, gekonnt in Szene gesetzt.

Auf Bitten aller Anwesenden las zum guten Schluss auch Nicola Vorderwülbecke aus ihrem Buch „Fiete Frosch und die Wölfe“ vor.

Begeistertes Schmunzeln, ungläubiges Staunen und wissendes Nicken waren allenthalben bei Inhaberin Margarethe Stumpf und ihren zahlreichen Gästen in der „wandliebe“ zu bemerken, stets gefolgt von begeistertem (Szenen)-Applaus. Auch Jasmin Nemitz im „Ach wie fein“ zeigte sich begeistert: „Das war sowas von toll und großartig! Danke, dass wir dabei sein durften!“

Alle Autorinnen und Autoren sorgten mit ihren Texten für großartige Unterhaltung und viel Freude bei den kleinen und großen Zuhörern. Da es allen anderen Beteiligten ebenfalls sehr gefallen hat, werden wohl auch bei der 17. Celler Jugendbuchwoche wieder Kurzlesungen an „Schönen Orten“ stattfinden.

 Nathalie Groß und Sabine Richter
Fotos: Nathalie Groß und Sabine Richter

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