Neubaustrecke der Bahn: Politisches Dilemma oder lokale Chance?
Die Diskussion um die Verbesserung des Zugverkehrs zwischen Hamburg und Hannover polarisiert. Eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2014, die bis heute Gültigkeit hat, bringt zentrale Fragen zur Mobilität und Lebensqualität in die öffentliche Debatte zurück. Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt (Zukunft Celle) hebt hervor, dass das St. Florian-Prinzip der lokalen Politiker – eine Haltung, die das Problem anderer ignoriert – nicht mehr haltbar sei.
Der folgende Text basiert auf einer Pressemitteilung von Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt (Zukunft Celle) und gibt dessen Position zu den aktuellen Entwicklungen wieder.
Der Ortsrat von Neuenhäusen beobachtet seit über zehn Jahren die Entwicklungen um einen möglichen Trassenneubau aufmerksam und fordert weiterhin: Der Fernverkehr solle, um die Trassen durch Neuenhäusen zu entlasten, von der Bestandsstrecke auf eine Neubaustrecke verlagert werden. Dies könnte nicht nur die Kapazität erhöhen, sondern auch die Angebotsqualität im Regionalverkehr erheblich verbessern. Visionen eines Deutschlandtakts mit einem Halbstundentakt zwischen Hannover und Hamburg via Celle sind denkbar, was unter anderem kürzere Fahrzeiten und eine höhere Pünktlichkeit verspricht.
Die Anwohner könnten von einer deutlichen Reduzierung der Lärmbelastung profitieren. Die Schaffung zusätzlicher Lärmschutzwände, die momentan nicht existent sind, wäre ein weiterer Schritt zur Minimierung des Schallpegels. Ein nachhaltiger Trassenneubau könnte schneller realisiert werden als der Ausbau der bestehenden Strecke, die während der Bauzeit immer wieder für längere Zeit gesperrt werden müsste. In diesem Zusammenhang wird die häufig geforderte Alpha-E-Variante kritisch betrachtet: Sie könnte einen Anstieg an Zugverkehr und Lärm für Neuenhäusen und anliegenden Ortsteilen wie Westercelle und Neustadt-Heese bedeuten. Denn es gäbe keine – wie heute schon – alternative Entlastungsstrecke.
In der Öffentlichkeit sind die Auswirkungen auf die Wohn- und Lebensqualität noch wenig bekannt. Ortsbürgermeister Rodenwaldt fordert intensivere Diskussionen über die Planungen der Bahn in den Stadtteilen, damit die Bürger sich aktiver mit den Vor- und Nachteilen auseinandersetzen können. „Es gibt nun die Möglichkeit, den prognostizierten Zugverkehr zu bewältigen und gleichzeitig die Zerstörung von Biotopen sowie Naturschutzgebieten zu minimieren, ohne die Lebensqualität zu beeinträchtigen,“ sagt Rodenwaldt, „deswegen sollte man beherzt die wirtschaftlichste und schnellste Lösung mit den geringsten Betroffenheiten für die Menschen in der Region implementieren.“
Dennoch bleibt anzumerken, dass die Herausforderungen der Verkehrsinfrastruktur nicht lokal, sondern auf höherer politischer Ebene gelöst werden müssen. Ein klares Bekenntnis von Politikern zu mehr Pünktlichkeit und verbesserten Service der Bahn, weniger Lärm und einer Steigerung der Lebensqualität ist gefragt, besonders für die zigtausend betroffenen Bürger.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für die Bürger von Neuenhäusen eine nachhaltige Neubaustrecke deutlich weniger Belastung im Alltag, geringeren Lärm, eine bessere Erschließung durch den Regionalverkehr und zukunftsfähige Mobilität mit Pünktlichkeit, höherer Taktung und kürzeren Fahrzeiten bedeutet.
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